8, 41[1-75] Juli 1879

41 [1]

Ein Philosoph, der des Längeren einmal in der genannten Weise gelobt wurde, schrieb während dem mit seinem Stab in den Sand: “Eheu, Triviam deam fortassis amplexus sim?”

41 [2]

Das anziehendste Buch der griechischen Litteratur: Mem Socr.

41 [3]

Man erstrebt Unabhängigkeit (Freiheit) um der Macht willen, nicht umgekehrt.

41 [4]

Der überwache allzuglänzende Blick und die zitternde Hand—Tristan.

41 [5]

Durch die Zwecke wird das Leben ganz unsinnig und unwahr. Man arbeitet, um sich zu nähren? Man nährt sich, um zu leben? Man lebt, um Kinder (oder Werke) zu hinterlassen. Diese ebenso—usw. und zuletzt salto mortale. Vielmehr ist im Arbeiten Essen usw. immer auch das Ende da: mit dem Zweck knüpfen wir 2 Enden aneinander. Ich esse um zu essen und um zu leben d. h. um wieder zu essen.

Die Handlung will wiederholt werden, weil sie angenehm ist. Alles Angenehme ist das Ende. Sind die Pflanzen da, um von den Thieren verspeist zu werden? Es giebt keinen Zweck. Wir täuschen uns.— Ich tauche die Feder ein um

41 [6]

Climata hat man erwogen, aber Tag und Nacht überhaupt usw.

41 [7]

Auch dem Frömmsten ist sein tägliches Mittagsessen wichtiger als das Abendmahl.

41 [8]

In den Gewerben ahmen wir die Natur nach und wiederum sind wir ergötzt, wie es scheint, daß die Natur uns nachgeahmt hat, wie in dem kleinen Stiel der Alpenrosenblüthe, der aus gelber und rother Seide geflochten scheint.

41 [9]

Socialisten hülfen zum Siege der Demokratie.

41 [10]

ungeziemende Gleichsetzung.

41 [11]

Wenn der Gleiche dem Gleichen Hülfe erweist, ist es kein Mitleid, sondern Pflicht—die Gleichsetzung hergestellt. Wenn der Starke dem Schwachen hilft, ohne Vortheil—erbarmt er sich—?

41 [12]

Stufen: den Ruf mehren
1) mit sofortigem Nutzen im Auge
2) ohne dies, aber als Capital
3) gegen den sofortigen Nutzen in Hinsicht auf kommenden
4) gegen und ohne “Eitelkeit.”

41 [13]

Alle kleinen Dinge sind einst groß gewesen.

41 [14]

“Die Fremde statt zu kommen, reiste wieder ab.”

41 [15]

Das Gehirn im Wachsen. Nur die jüngsten Theile haben ein begleitendes Bewußtsein. Die älteren arbeiten ohne diese Laterne der Controle.

Das Ziel: der Mensch eine große unbewußte Zweckthätigkeit, wie die Natur der Pflanze.

41 [16]

Mädchen die wie Turteltauben lachen.

41 [17]

Zur Zeit der lauen Februarwinde, wenn die kleinen übereisten Gewässer unter den Füßen der Kinder knistern.

41 [18]

Ein Rädergleis voll Wasser.

41 [19]

Ein Mittagsläuten vom Dorfthurm, bei dem Frömmigkeit und Hunger zugleich wachwerden.

41 [20]

Wie die Sonne in einem Tannenwald, warme Wohlgerüche und reine Kühle des Windhauchs.

41 [21]

Mücken bewölkter Himmel und feuchtwarme Luft—meine Feinde.

Felsen Wind Nadelhölzer Heidegräser und viel Luft—meine Freunde.

41 [22]

“Sphynx, Temistocles, Mythe, Paradoxe, Sophismus, Styl, Literatur usw.”

41 [23]

Carey 512. Concurrenz—ihre Nützlichkeit, obwohl grundböse.— Geht gegen das Gleichgewicht—aber die andere Gruppe hat den Vortheil des Kampfes. Der Dritte, der den Esel fortführt. Sind aber Engländer, so ist der Dritte selber der Esel, der fortgeführt wird.

41 [24]

Schläfrig und zufrieden wie die Sonne in den Gassen einer kleinen Stadt am Feiertage.

41 [25]

Terzen—Oktaven: Melodie

Kindheit—lernen—erste Magie

überall wo Wehmuth, wird ein Verlust empfunden, aber ein halbes Wiederfinden damaliger Empfindung.

“Alpenglühen der Empfindung” wenn die Sonne hinunter ist

Sonntag-Nachmittag-Einsam ebenso zu erklären.

Das Kind hat die großen Entzückungen an den einfachen Dingen voraus.

41 [26]

Der Empfindsame sehr fromm—ein Schuft.

41 [27]

Soldat Kugel Dämmerung

41 [28]

Eine gew Albernheit in den Begleitungsfiguren der rhythmischen Cadenzen hebt diese Wirkung nicht auf, mitunter scheint sie dieselbe sogar zu verst.

41 [29]

Bei der Nähe des Gewitters, wenn das graue Gebirge furchtbar und tückisch blickt.

41 [30]

Durch Jean Paul ist Carlyle zu Grunde gerichtet und zum schlechtesten Schriftsteller Englands geworden: und durch Carlyle wieder hat sich Emerson, der reichste Amerikaner, zu jener geschmacklosen Verschwendung verführen lassen, welche Gedanken und Bilder händevoll zum Fenster hinauswirft.

41 [31]

Schluss: Werden wir, was wir noch nicht sind: gute Nachbarn der nächsten Dinge.

41 [32]

Die Trostmittel des Christenthums sind bald eine Antiquität; ein Oel, das sich verrochen hat. Dann treten die Trostmittel der antiken Philosophie wieder hervor, in neuem Glanze—und unsere neue Trostmittelgattung kommt hinzu, die historische.

41 [33]

Die meisten Menschen bäumen sich wider den Tröstenden eine Zeitlang auf und übertreiben die Tiefe und Unbändigkeit ihres Schmerzes, in Worten und Wehklagen. Sie finden es unerträglich, daß der Tröstende anzunehmen scheint, er werde leichter mit diesen Unfällen Verlusten usw. fertig werden: sie deuten ihm an, dies könne nur darin seinen Grund haben, daß er nicht tief genug empfindet und in der Fähigkeit tief zu empfinden unter ihnen stehe. In Wahrheit empfinden sie kein Haarbreit tiefer als jener empfinden würde, oft weniger. Sie setzen also seiner vermeinten Überlegenheit den Schmerz zu besiegen, eine andere entgegen.

41 [34]

Der klassische Geschmack—nichts begünstigen, was die Kraft der Zeit nicht zu reinem und mustergültigem Ausdruck zu bringen vermöchte, also ein Gefühl der der Zeit eigenthümlichen Kraft und Aufgabe.

41 [35]

In Ansichten über Kunst wenigstens wollen wir uns die Leidenschaftlichkeit und Roheit verbitten: auch das blinde Parteiwesen.

41 [36]

Der Häßliche und Unansehnliche ist der Mode gram, weil sie nicht an ihn denkt. Er muß sich verkleiden.

41 [37]

Nicht das ist das Kunststück, ein Fest zu veranstalten, sondern solche zu finden welche sich an ihm freuen. Meistens ist ein Fest ein Schauspiel ohne Zuschauer, ein Tisch voller Speisen ohne Gäste. Wer mitspielt, Fürsten und Soldaten, haben ihre Pflichten und Ermüdungen dabei, und die Neugierde des Gassenjungen ist die einzige lebendige Zuthat.

41 [38]

Backwerk Zucker eine Mahlzeit, eine Treppe.

41 [39]

Gegen die Küche des prix fait—des Hotels.

41 [40]

Die strahlende gelbe Wiese, und über ihr dunkle braungrüne Waldzüge, über ihnen aber, in gewaltiger Steigerung derselben Berglinien, die Hochgebirgskronen, bläulich grau und schneeweiß schimmernd.

41 [41]

Das Große an den Alten ist ihr universaler Trieb, ihr Auge und Schätzungen für alles, ihr geringer nationaler Accent (Griechen und Römer).

41 [42]

Zur Beendigung des Kampfes ums Dasein entsteht die Gemeinschaft. Das Gleichgewicht, ihr Gesichtspunkt.

41 [43]

Die Gemeinheit entsteht erst in der Gemeinschaft. Thukydides: gegen das Glänzende, zu schwärzen—also bei Gleichen.

41 [44]

Natur muß ich allein haben, um sie mir nahe zu bringen. Im Verkehre mit Menschen macht sie mich ungeduldig: und wird mir immer fremder. Menschen berauschen mich: für die Natur muß ich ganz mein Gleichgewicht gefunden haben.

41 [45]

Die Menschen verkehren zu viel und büßen dabei sich ein. Wer wenig hat, dem wird durch Gesellschaft auch noch das W gen w h[.

41 [46]

Wer nicht bei Zeiten lernt, 2 Stunden des Tags allein sein zu können, ohne Geschäft und Pflicht und (die ekelhaften Halbbeschäftigungen des Dampfblasens und schluckweise-Trinkens)—der

41 [47]

Vielleicht sind die Götter noch Kinder und behandeln die Menschheit als Spielwerk und sind grausam ohne Wissen und zerstören in Unschuld. Werden sie älter —

Vielleicht kümmern sich die Götter nicht um uns, wie wir nicht um den Bau der Ameisen, obwohl —

41 [48]

Gründe an Stelle der Gewohnheiten, Absichten an Stelle der Triebe, Erkenntnisse an Stelle des Glaubens, geistigseelische Freudigkeit an Stelle häufiger Einzel-Genüsse, Gleichgewicht aller Bewegungen und die Lust an dieser Harmonie an Stelle der Aufregungen und Berauschungen—und später alles wieder unbewußt werdend!!

41 [49]

Dieser Dialog ist nicht von mir. Er wurde mir eines Tages übersandt, mit der einzigen Bemerkung, daß ich ihn lesen und weitergeben dürfe. Das Erstere that ich, das Andere thue ich.

41 [50]

vom Heil der Seele würde keine Rede sein, der Staat würde nicht soviel Noth abzuhelfen haben und kein solches Kopfzerbrechen machen.

41 [51]

Gegen Wagner bekommt man leicht zu sehr Recht.

41 [52]

Wenn die Schätzung z. B. des Uneigennützigen erst festgestellt wurde (ob auch irrthümlich—), so wächst sie.

41 [53]

Die verschiedenen Arten der Phantasie haben eine verschiedene Kraft zu vergrößern. Phantasie die Furcht sehr groß machend—daher spekulirt auf sie zu allererst der Mächtig-sein-wollende.

41 [54]

Etwas das wir wissen, Scheint uns sehr dadurch im Werthe gestiegen. Eine Zeitlang —

41 [55]

Ein Gang am Hafen von Neapel macht den Geist frei und bringt ihn den Alten näher. Fruchtbarkeit Heiterkeit und die Pest oder Kriege —

41 [56]

Die Mittler-Moral.

Übertragung der MM und ebenso der Gleichgewichts-Moral auf die Seele.

41 [57]

Gnade ursprünglich ein Zeichen der Verachtung.

41 [58]

Die Uneigennützigkeit kommt in Ruf durch den Mittler, wenn der Haß zwischen zwei wüthet. In Wahrheit ist der M nicht uneigennützig.

41 [59]

Ein Ding, dem ein Begriff genau entspricht, wäre ohne Herkunft. Plato’s Irrthum von den ewigen Ideen.

41 [60]

Es ist viel Charakter nöthig, die Sache des guten Geschmacks und der Vernunft aufrecht zu erhalten, wenn die großen Talente sich alle auf die entgegengesetzte Seite stellen.

41 [61]

Die größte Absicht der Kunst sollte nicht durch die Schwachen vertreten werden.

41 [62]

nach der biblischen Moral, nach der dem, der wenig hat, auch noch das Wenige genommen wird, das er hat.

41 [63]

Unsere Schwarzseherei, unsere Sentimentalität in Tragödie und Lyrik ist Ermüdung des Kopfes, bei Völkern und Einzelnen. Nervenschwäche.

41 [64]

Ein langer Geschmack im Munde.

41 [65]

Unsere Aufgabe, alles Angeerbte Herkömmliche Unbewußt-Gewordene zu inventarisiren und zu revidiren, auf Ursprung und Zweckmäßigkeit zu prüfen, vieles zu verwerfen, vieles leben zu lassen.

41 [66]

Der Seidenwurm, dem man das Spinnen nicht verbieten soll.

41 [67]

Das Ideale bei Schiller Humboldt—eine falsche Antike wie die Canova’s, etwas zu glasirt, weich, durchaus der harten und häßlichen Wahrheit nicht in’s Angesicht zu sehen wagend, tugendstolz, vornehmen Tones, affektvoller Gebärde, aber kein Leben, kein ächtes Blut.

41 [68]

Ich muß weinen, wenn ich Goethes Worte auf Schiller “und hinter ihm im wesenlosen Scheine usw.” lese. Warum?

41 [69]

Dies ist mir zu flach. Schatten—Soll denn ein Schatten selbst immer tief sein! Denke doch, wie dünn er ist. Wanderer—Ich wußte bisher nicht, daß die Dicken mehr Vorrecht auf Tiefe haben als die Dünnen.

41 [70]

Anekdote vom Cardinal und dem Nachtstuhl.

41 [71]

geläufig im Herzen lesen, aber liebst es, zu buchstabiren, und mitunter kommt das rechte Wort heraus.

41 [72]

Der Wanderer und sein Schatten.
Ein Geschwätz unterwegs.

41 [73]

Rivarol. Fontenelle.
Beyles Briefe.
Mérimée ganz.

41 [74]

Wenn 1 mal fast = 0mal, 10mal = 100mal.

41 [75]

Jeden Tag eine Stunde: Gesundheitslehre.

8, 41[1-75] Juli 1879

41 [1]

A philosopher, who was once praised in the aforementioned manner for a long time, wrote during this with his staff in the sand: “Eheu, Triviam deam fortassis amplexus sim?”

41 [2]

The most attractive book of Greek literature: Mem Socr.

41 [3]

One seeks independence (freedom) for the sake of power, not the other way around.

41 [4]

The overly watchful, all-too-glittering gaze and the trembling hand—Tristan.

41 [5]

Through the purposes, life becomes entirely senseless and untrue. One works in order to nourish oneself? One nourishes oneself in order to live? One lives in order to leave behind children (or works). These likewise—etc., and finally the salto mortale. Rather, in working, eating, etc., the end is always present: with the purpose, we tie two ends together. I eat in order to eat and in order to live, i.e., in order to eat again.

The action wants to be repeated because it is pleasant. Everything pleasant is the end. Are the plants there in order to be devoured by the animals? There is no purpose. We deceive ourselves.— I dip the pen in order

41 [6]

Climates have been considered, but day and night in general, etc.

41 [7]

Even the most pious person considers their daily lunch more important than the Last Supper.

41 [8]

In the trades we imitate nature and again we are delighted, as it seems, that nature has imitated us, as in the small stem of the alpine rose blossom, which seems to be braided from yellow and red silk.

41 [9]

Socialists helped to the victory of democracy.

41 [10]

inappropriate equation.

41 [11]

When the same helps the same, it is not pity, but duty—the equation is established. When the strong helps the weak, without advantage—does he take pity—?

41 [12]

Steps: enhancing the reputation
1) with immediate benefit in mind
2) without this, but as capital
3) against immediate benefit with regard to future
4) against and without “vanity.”

41 [13]

All small things were once big.

41 [14]

“Instead of arriving, the stranger traveled away again.”

41 [15]

The brain in growth. Only the youngest parts have an accompanying consciousness. The older ones work without this lantern of control.

The goal: man a great unconscious purposeful activity, like the nature of the plant.

41 [16]

Girls who laugh like turtledoves.

41 [17]

At the time of the mild February winds, when the small frozen-over waters crackle under the children's feet.

41 [18]

A rail track full of water.

41 [19]

A midday ringing from the village tower, awakening both piety and hunger at once.

41 [20]

Like the sun in a fir forest, warm fragrances and the pure coolness of the breeze.

41 [21]

Mosquitoes, cloudy skies, and humid warmth—my enemies.

Rocks, wind, conifers, heather grasses, and plenty of air—my friends.

41 [22]

“Sphynx, Themistocles, Myths, Paradoxes, Sophismus, Style, Literature etc.”

41 [23]

Carey 512. Concurrenz—its usefulness, although fundamentally evil.— Goes against the equilibrium—but the other group has the advantage of the struggle. The third, who leads the donkey away. But if they are English, then the third is himself the donkey, who is led away.

41 [24]

Drowsy and content like the sun in the alleys of a small town on holidays.

41 [25]

Thirds—octaves: melody

Childhood—learning—first magic

everywhere where melancholy, a loss is felt, but a half-recovery of former sensation.

“Alpine glow of emotion” when the sun has set

Sunday-afternoon-loneliness likewise to explain.

The child has the great raptures over simple things in advance.

41 [26]

The Sentimental very pious—a scoundrel.

41 [27]

Soldier Kugel Twilight

41 [28]

A certain silliness in the accompanying figures of the rhythmic cadenzas does not cancel out this effect; at times, it even seems to intensify it.

41 [29]

With the proximity of the thunderstorm, when the gray mountain looks terrible and treacherous.

41 [30]

Through Jean Paul, Carlyle has been ruined and become the worst writer in England: and through Carlyle again, Emerson, the richest American, has been led into that tasteless extravagance which throws thoughts and images by the handful out of the window.

41 [31]

Conclusion: Let us become what we are not yet: good neighbors of the next things.

41 [32]

The consolations of Christianity will soon be an antiquity; an oil that has turned rancid. Then the consolations of ancient philosophy re-emerge, in new splendor—and our new category of consolations is added, the historical.

41 [33]

Most people resist the comforter for a time and exaggerate the depth and uncontrollability of their pain, in words and lamentations. They find it unbearable that the comforter seems to assume that he will cope more easily with these accidents, losses, etc.: they hint to him that this can only be due to the fact that he does not feel deeply enough and is inferior to them in the ability to feel deeply. In truth, they do not feel a hair's breadth deeper than he would, often less. Thus, they counter his supposed superiority in overcoming pain with another.

41 [34]

The classic taste—nothing to favor what the power of time cannot bring to pure and exemplary expression, thus a feeling of the power and task peculiar to the time.

41 [35]

In views on art at least we want to forbid ourselves passion and crudeness: also blind partisanship.

41 [36]

The ugly and unattractive is resentful of fashion because it does not think of him. He must disguise himself.

41 [37]

It is not the feat to organize a festival, but to find those who enjoy it. Mostly, a festival is a spectacle without an audience, a table full of food without guests. Those who participate, princes and soldiers, have their duties and fatigue in doing so, and the curiosity of the street urchin is the only living ingredient.

41 [38]

Backwerk sugar a meal, a staircase.

41 [39]

Against the kitchen of the prix fait—of the hotel.

41 [40]

The radiant yellow meadow, and above it dark brown-green forest ridges, and above them, in a mighty escalation of the same mountain lines, the high mountain crowns, shimmering bluish-gray and snow-white.

41 [41]

The great thing about the Ancients is their universal drive, their eye and appreciation for everything, their slight national accent (Greeks and Romans).

41 [42]

To end the struggle for existence, the community emerges. The balance, its perspective.

41 [43]

The meanness only arises in the community. Thucydides: against the brilliant, to slander—thus among equals.

41 [44]

Nature I must have alone, to bring it close to me. In intercourse with people it makes me impatient: and becomes ever stranger to me. People intoxicate me: for nature I must have found my complete equilibrium.

41 [45]

People socialize too much and lose themselves in the process. Those who have little, society takes even the W gen w h[ from them.

41 [46]

Whoever does not learn in time to be alone for 2 hours of the day, without business and duty and (the disgusting half-occupations of steam-blowing and sipping)—he

41 [47]

Perhaps the gods are still children and treat humanity as a plaything, and are cruel without knowledge, destroying in innocence. When they grow older—

Perhaps the gods do not care about us, just as we do not care about the construction of ants, although—

41 [48]

Reasons in place of habits, intentions in place of drives, insights in place of beliefs, spiritual-mental joyfulness in place of frequent individual pleasures, balance of all movements and the delight in this harmony in place of excitements and intoxications—and later everything becoming unconscious again!!

41 [49]

This dialogue is not mine. It was sent to me one day with the sole remark that I might read and pass it on. The former I did, the latter I am doing.

41 [50]

there would be no talk of the salvation of the soul, the state would not have to remedy so much distress and would not have such headaches.

41 [51]

One can easily get too much right against Wagner.

41 [52]

If the estimate, for example, of the selfless is first established (whether also erroneously—), then it grows.

41 [53]

The different types of imagination have different powers to enlarge. Imagination that makes fear very great—hence the one who wants to be powerful speculates on it first and foremost.

41 [54]

Something that we know, Seems to have greatly increased in value to us. For a time —

41 [55]

A walk along the harbor of Naples frees the mind and brings it closer to the ancients. Fertility, cheerfulness, and the plague or wars—

41 [56]

The mediator morality.

Transfer of the MM and likewise the equilibrium morality to the soul.

41 [57]

Grace originally a sign of contempt.

41 [58]

The selflessness comes into reputation through the mediator, when the hatred rages between two. In truth, the M is not selfless.

41 [59]

A thing to which a concept exactly corresponds would be without origin. Plato’s error of the eternal ideas.

41 [60]

It takes a lot of character to uphold the cause of good taste and reason when all the great talents take the opposite side.

41 [61]

The greatest intention of art should not be represented by the weak.

41 [62]

according to biblical morality, where even the little that the one who has little has is taken away from him.

41 [63]

Our pessimism, our sentimentality in tragedy and lyric poetry is fatigue of the mind, in peoples and individuals. Nervous weakness.

41 [64]

A long taste in the mouth.

41 [65]

Our task, to inventory and revise everything inherited, traditional, and unconscious, to examine its origin and purpose, to discard much, and to let much live on.

41 [66]

The silkworm, which should not be forbidden to spin.

41 [67]

The Ideal in Schiller Humboldt—a false antiquity like Canova’s, somewhat glazed, soft, not daring to look the hard and ugly truth in the face, virtue-proud, of noble tone, full of affected gestures, but no life, no genuine blood.

41 [68]

I must weep when I read Goethe's words about Schiller “and behind him in the insubstantial semblance etc.” Why?

41 [69]

This is too shallow for me. Shadow—Should a shadow itself always be deep! Think, how thin it is. Wanderer—I did not know until now that the thick have more claim to depth than the thin.

41 [70]

Anecdote about the Cardinal and the chamber pot.

41 [71]

common to read in the heart, but you love to spell, and sometimes the right word comes out.

41 [72]

The Wanderer and His Shadow.
A Gossip on the Way.

41 [73]

Rivarol. Fontenelle.
Beyles letters.
Mérimée complete.

41 [74]

If 1 time almost = 0 times, 10 times = 100 times.

41 [75]

One hour every day: Health education.

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