8, 27[1-97] Frühjahr-Sommer 1878
27 [1]
Hesiod’s Kunstmittel der Fabula.
Museninspiration, der Prozeß.
27 [2]
Über ganz leere Ereignisse wie das Attentat, wird Lärm gemacht. Die Presse ist der permanente falsche Lärm.
27 [3]
Ich sagte als Student “Wagner ist Romantik, nicht Kunst der Mitte und Fülle, sondern des letzten Viertels: bald wird es Nacht sein.” Mit dieser Einsicht war ich W, ich konnte nicht anders, aber ich kannte es besser.
27 [4]
Der starke freie Mensch ist Nicht-Künstler. (Gegen Wagner.)
27 [5]
Ob Wagner im Stande ist, über sich selbst Zeugniß abzulegen??
27 [6]
Die Energie der griechischen Musik im Unisono-Gesang. Ihre feinere Entwicklung in Ton und Rhythmus—wodurch Harmonie uns schadet.
27 [7]
8 Puncte, über die ich mich zu entscheiden habe.
27 [8]
Zur überhandnehmen Frömmigkeit: Treitschke und die Franzosen auch: “Gott müssen alle Dinge zum besten dienen.”
27 [9]
Leidenschaften—Schluss: Überzeugung.
Letztes Stück: Allein mit sich selbst. Anfang: Und so vorwärts, auf der Weisheit. Schluss davon: Genua.
27 [10]
Von den Leidenschaften.
Religion.
Im Verkehre.
Weib und Kind.
Künstler und Schriftsteller.
Zukunft der Bildung. (Phase isoliren)
Der Mensch mit sich allein.
27 [11]
Wir stehen der Musik zu nahe, wir deuten nur hin, spätere Zeiten werden unsere Schriften über Musik gar nicht verstehen.
27 [12]
Ich weiss es, dass die Unabhängigkeit des Denkens auf der Erde vermehrt ist und dass wer gegen mich sich erklärt—v. Emerson Goethe p. 9.
27 [13]
Was ist Frivolität? Ich verstehe sie nicht. Und doch ist Wagner im Widerspruch zu ihr erwachsen.
27 [14]
Der Tadel eines Werks mit grossem Genuss verbunden.
Überdiess mit Nutzen (selten für den Urheber), weil er die Bewunderer nöthigt, sich Gründe zugeben.
27 [15]
Lebendige Steinform die Holzform nachahmend—als Gleichniss für Rede- und Schreibstil (Lesestil).
Die assyrischen Säulen mit den Voluten des ionischen Capitells—nach den Abbildungen.
Die aegyptische Säule protodorisch.
Thron von Amyklä und des Zeus in Olympia in Thiere aufgelöst—assyrisch.
Behandlung des Haares in der älteren griechischen Kunst ist assyrisch.
Trefflich wo die Ceremonie aufhört, wie man sich gehen lassen darf.
Thierbildung bei den Assyrern.
Gegensatz der Handhabung der riesigen Massen und Roheit des Materials bei den Cyclopenbauten.
“Aesthetisch zu uns sprechen” können.
Widerwillen gegen Runde und Wölbung.
Alt-Gr voll Wälder—die Halle uralt um die Oblonge, ist das prius.
27 [16]
wie in der grössten Stadt am allerungestörtesten, so vor der ganzen Publicität unsere Freundesunterhaltung: es hört uns niemand zu, der nur anfängt zu lauschen.— Aber wir sind recht wenige.
27 [17]
Menschen die vergebens versuchen, aus sich ein Princip zu machen (wie Wagner).
27 [18]
Die Dramatiker entlehnen—ihr Hauptvermögen—künstlerische Gedanken aus dem Epos (Wagner auch noch aus der klassischen Musik).
27 [19]
Dramatiker sind constructive Genies, nicht auffindende und originale wie die Epiker.
Drama steht tiefer als Epos—roheres Publikum—democratisch.
27 [20]
Ich freue mich, dass die Natur nicht romantisch ist: die Unwahrheit ist allein menschlich: sich so weit als möglich von ihr lösen heisst erkennen, den Menschen in die Natur und ihre Wahrheit zurückübersetzen. Was liegt mir da an der Kunst!— Aber kräftige Luft, Schutz vor der Sonne und der Nässe, Abwesenheit der Menschen—das ist meine Natur.
27 [21]
Ich sehe die Leidenden, die in die Höhenluft des Engadin sich begeben. Auch ich sende die Patienten in meine Höhenluft—welcher Art ist ihre Krankheit?
27 [22]
Der Wanderer an die Freunde
von F. N.
27 [23]
Die Liebe für Wagner’s Kunst in Bausch und Bogen ist genau so ungerecht als die Abneigung in Bausch und Bogen.
27 [24]
Seiner Musik fehlt, was seinen Schriften fehlt—Dialectik. Dagegen Kunst der Amplification sehr gross.
Seine Werke erscheinen wie gehäufte Massen grosser Einfälle; man wünscht einen grösseren Künstler herbei, sie zu behandeln.
Immer auf den extremsten Ausdruck bedacht—bei jedem Wort; aber das Superlativische schwächt ab.
Eifersucht gegen alle Perioden des Maasses: er verdächtigt die Schönheit, die Grazie, er spricht dem “Deutschen” nur seine Tugenden zu und versteht auch alle seine Mängel darunter.
27 [25]
Es ist wirklich die Kunst der Gegenwart: ein ästhetischeres Zeitalter würde sie ablehnen. Feinere Menschen lehnen sie auch jetzt ab. Vergröberung alles Ästhetischen.— Gegen Goethe’s Ideal gehalten, tief zurückstehend. Der moralische Contrast dieser hingebenden glühend-treuen Naturen Wagner’s wirkt als Stachel, als Reizmittel: selbst diese Empfindung ist zur Wirkung benutzt.
27 [26]
Ich nannte “sittlichste Musik” die Stelle, wo es am ekstatischsten zugeht. Charakteristisch!
27 [27]
Wagner gegen die Klugen, die Kalten, die Zufriednen—hier seine Grösse—unzeitgemäss—gegen die Frivolen und Eleganten,—aber auch gegen die Gerechten, Mässigen, an der Welt Sich-freuenden (wie Goethe), gegen die Milden, Anmuthigen, wissenschaftlichen Menschen—hier seine Kehrseite.
27 [28]
Epische Motive für die innere Phantasie: viele Scenen wirken viel schwächer in der Versinnlichung (der Riesenwurm und Wotan).
27 [29]
Wagner kann mit seiner Musik nicht erzählen, nicht beweisen, sondern überfallen, umwerfen, quälen, spannen, entsetzen—was seiner Ausbildung fehlt, hat er in sein Princip genommen. Die Stimmung ersetzt die Composition: er geht zu direkt zu Wege.
27 [30]
An unkünstlerische Menschen sich wendend, mit allen Hülfsmitteln soll gewirkt werden, nicht auf Kunstwirkung, sondern auf Nervenwirkung ganz allgemein ist es abgesehen.
27 [31]
Nach einem Thema ist Wagner immer in Verlegenheit, wie weiter. Deshalb lange Vorbereitung—Spannung. Eigene Verschlagenheit, seine Schwächen als Tugenden umzudeuten. So das Improvisatorische.
27 [32]
Was aus unserer Zeit drückt Wagner aus? Das Nebeneinander von Roheit und zartester Schwäche, Naturtrieb-Verwilderung und nervöser Über-Empfindsamkeit, Sucht nach Emotion aus Ermüdung und Lust an der Ermüdung.— Dies verstehen die Wagnerianer.
27 [33]
Ich vergleiche mit Wagner’s Musik, die als Rede wirken will, die Relief-Sculptur, die als Malerei wirken will. Die höchsten Stilgesetze sind verletzt, das Edelste kann nicht mehr erreicht werden.
27 [34]
Das grösste Pathos erreichte ich, als ich den Schopenhauerschen Menschen entwarf: den zerstörenden Genius, gegen alles Werdende.
Als Gegenbedürfniss brauchte ich den aufbauenden metaphysischen Künstler, der einen schön träumen macht in solchem unheimlichen Tagewerk.
Unzufriedenheit am tragischen Denken gesteigert.
Gegenmittel: pessimistische Kritik des Denkens und der Lust am Denken. Kritik des Genius.
1. Phase: Strauss. Unbefriedigung. Dagegen Lust am Kampf.
2. Phase: Versuch die Augen zu schliessen gegen die Erkenntniss der Historie.
3. Phase: Lust der Zerstörung.
4. Phase: Lust der Betäubung.
27 [35]
Rhythmus nicht von Tanz aus in die Poesie der Griechen gekommen. Der Tanz und die Poesie unabhängig. Also: muss Musik und Tanz lange Zeit unabhängig gewesen sein.
27 [36]
Mächtige schwarze Tannen gegen Berge und Frühlingsgrün sich abhebend—Sonne auf langen baumlosen Streifen im Walde am Abend—man erwartet den heitersten Tanz.
27 [37]
Mein Irrthum über Wagner ist nicht einmal individuell, sehr Viele sagten, mein Bild sei das richtige. Es gehört zu den mächtigen Wirkungen solcher Naturen, den Maler zu täuschen. Aber gegen die Gerechtigkeit vergeht man sich ebenso durch Gunst als durch Abgunst.
27 [38]
Bei Wagner ehrgeizigste Combination aller Mittel zur stärksten Wirkung: während die älteren Musiker still die einzelnen Arten fortbildeten.
27 [39]
Formbild Macht des Militärs übersehen.
27 [40]
Wenn die Natur nicht von euch zur Komödie gemacht worden wäre, so würdet ihr nicht an Gott glauben—das theatralische Maschinenwesen, die Coulissen und Überraschungen
27 [41]
Das psychologische Gesetz in der Entwicklung der Leidenschaft (Handlung Rede Gebärde) und der musikalischen Symphonie decken sich nicht: die Wagnerische Behauptung kann als widerlegt gelten, durch seine Kunst.— Alles Grosse ist da, wo die Musik dominirt, oder dort, wo die Dramatik dominirt—also nicht im Parallelismus.
27 [42]
Mir schien es nach dem Kriege dass Macht Pflicht sei und eine Verschuldung in sich enthalte.
Ich sah in Wagner den Gegner der Zeit, auch in dem, wo diese Zeit Größe hat und wo ich selber in mir Kraft fühlte.
Eine Kaltwasserkur schien mir nöthig. Ich knüpfte an die Verdächtigung des Menschen an, an seine Verächtlichkeit, die ich früher benützte, um mich in jenen übermüthigen metaphysischen Traum zu heben. Ich kannte den Menschen gut genug, aber ich hatte ihn falsch gemessen und beurtheilt: der Grund zum Verwerfen fehlte.
27 [43]
Der lebendige Schopenhauer hat mit den Metaphysikern nichts zu thun. Er ist Voltairianer im Wesentlichen, das 4. ihm fremd.
27 [44]
Mein Gemälde Wagner’s ging über ihn hinaus, ich hatte ein ideales Monstrum geschildert, welches aber vielleicht im Stande ist, Künstler zu entzünden. Der wirkliche Wagner, das wirkliche Bayreuth war mir wie der schlechte allerletzte Abzug eines Kupferstichs auf geringem Papier. Mein Bedürfniß, wirkliche Menschen und deren Motive zu sehen, war durch diese beschämende Erfahrung ungemein angereizt.
27 [45]
Wagner erinnert an die Lava, die ihren eigenen Lauf durch Erstarrung hindert und plötzlich sich durch Blöcke gehemmt fühlt, die sie selbst bildet. Kein Allegro con fuoco bei ihm.
27 [46]
Anmuth und Innigkeit gesellt sind auch deutsch.
27 [47]
Seine Seele singt nicht, sie spricht, aber so wie die höchste Leidenschaft spricht. Natürlich ist bei ihm der Ton Rhythmus Gebärdenfall der Rede; die Musik ist dagegen nie ganz natürlich, eine Art erlernter Sprache mit mässigem Vorrath von Worten und einer anderen Syntax.
27 [48]
Aber hinterdrein wurde mir der Blick für die tausend Quellen in der Wüste geöffnet.
Jene Periode sehr nützlich gegen eine vorzeitige Altklugheit.
27 [49]
Jetzt tagte mir das Alterthum und Goethes Einsicht der grossen Kunst: und jetzt erst konnte ich den schlichten Blick für das wirkliche Menschenleben gewinnen: ich hatte die Gegenmittel dazu, dass kein vergiftender Pessimismus draus wurde. Schopenhauer wurde “historisch,” nicht als Menschenkenner.
27 [50]
Armut an Melodie und in der Melodie bei Wagner. Die Melodie ist ein Ganzes mit vielen schönen Proportionen. Spiegelbild der geordneten Seele. Er strebt darnach: hat er eine Melodie, so erdrückt er sie fast in seiner Umarmung.
27 [51]
Unsere Jugend empörte sich gegen die Nüchternheit der Zeit. Sie warf sich auf den Cultus des Excesses, der Leidenschaft, der Ekstase, der schwärzesten herbsten Auffassung der Welt.
27 [52]
Wagner kämpft gegen die “Frivolität” in sich, zu der ihm, dem Unvornehmen (gegen Goethe), die Freude an der Welt wurde. V v
27 [53]
Wagner ahmt sich vielfach selber nach—Manier. Deshalb ist er auch am schnellsten unter Musikern nachgeahmt worden. Es ist leicht.
27 [54]
Wagner hat nicht die Kraft, den Menschen im Umgange frei und gross zu machen: er ist nicht sicher, sondern argwöhnisch und anmaassend. Seine Kunst wirkt so auf Künstler; sie ist neidisch gegen Rivalen.
27 [55]
Widerspruch der Roheit im Handeln und der Überzartheit im Empfinden.
27 [56]
Unklarheit der letzten Ziele, unantike Verschwommenheit.
27 [57]
Die Kunst der Orchester-Farben, mit feinstem Ohre den Franzosen, Berlioz, abgehört (frühzeitig).
27 [58]
Tannhäuser und Lohengrin keine gute Musik. Das Ergreifende Rührende wird aber durchaus nicht von der reinsten und höchsten Kunst am sichersten erreicht. Vergröberung.
27 [59]
Es fehlt die natürliche Vornehmheit, die Bach und Beethoven, die schöne Seele (selbst Mendelssohn)—eine Stufe tiefer.
27 [60]
Auch in der Musik giebt es eine Logik und eine Rhetorik als Stilgegensätze.
Wagner wird Rhetor, wenn er ein Thema behandelt.
27 [61]
Tiefgehendes Misstrauen gegen seine musikalische Erfindung in der Dialectik. Er maskirt auf alle Weise den Mangel.
27 [62]
Darstellung der Geburt der Tragödie—schwebende Wolkenguirlanden, weiss bei Nachthimmel, durch welche Sterne hindurchschimmern—undeutlich allzudeutlich geisterhaft erhelltes Thal.
27 [63]
Auf der Brücke—nach einer Zusammenkunft mit Freunden—Einsamkeit.
27 [64]
Auf Bergpässen wohnend.
27 [65]
Im Böhmerwald erhob ich mich über die Phase.
27 [66]
“Bildungsphilister” und historische Krankheit fiengen an mich zu beflügeln.
27 [67]
Bei Schopenhauer. Zuerst im Grossen ihn festhaltend gegen das Einzelne, später im Einzelnen gegen das Ganze.
27 [68]
Wagner’s “musikalischer Euphuismus” (Liszt)
27 [69]
Rheintöchtermusik—Herbstschönheit
27 [70]
Problem: der Musiker, dem der Sinn für Rhythmus abgeht.
Hebräischer Rhythmus (Parallelismus), überreife des rhythmischen Gefühls, auf primitive Stufen zurückgreifend.
Mitte der Kunst vorüber.
27 [71]
Hätten wir die griechischen subjectiven Kräfte, welche “Originalität.”
Aber keine Ausbildung im Engen, Beschränkten.
27 [72]
Entwicklung des Schmucks der Rede.
27 [73]
“Zum Lohn für die feinste innere Mässigung bekommen” Burckhardt.
27 [74]
Es giebt etwas, das im höchsten Grade das Misstrauen gegen Wagner wachruft: das ist Wagner’s Misstrauen. Das wühlt so stark dass ich zweimal zweifelte ob Musiker
27 [75]
Plato’s Neid. Er will Sokrates für sich in Beschlag nehmen. Er durchdringt ihn mit sich, meint ihn zu verschönern, allen Sokratikern zu entziehn, sich als fort lebenden zu bezeichnen. Aber er stellt ihn ganz unhistorisch dar, auf die gefährlichste Kante (wie Wagner es mit Beethoven und Shakespeare macht).
27 [76]
Die Griechen ohne Sündgefühl. Orest der Verbrecher ehrwürdig. Wahnsinn, kein Erlösungsbedürfniß.
27 [77]
Wagner hat in seinen Schriften nicht Grösse Ruhe sondern Anmaassung—Warum: —
27 [78]
Stelle Taine’s über die Semiten.— Übrigens habe ich den Leser irregeführt: die Stelle gilt gar nicht Wagner—sollte Wagner ein Semite sein? Jetzt verstehen wir seine Abneigung gegen die Juden.
27 [79]
Ich war verliebt in die Kunst mit wahrer Leidenschaft und sah zuletzt in allem Seienden nichts als Kunst—im Alter, wo sonst vernünftigermaassen andere Leidenschaften die Seele ausfüllen.
27 [80]
Der Schopenhauersche Mensch trieb mich zur Skepsis gegen alles Verehrte Hochgehaltene, bisher Vertheidigte (auch gegen Griechen Schopenhauer Wagner) Genie Heilige—Pessimismus der Erkenntniss. Bei diesem Umweg kam ich auf die Höhe, mit den frischesten Winden.— Die Schrift über Bayreuth war nur eine Pause, ein Zurücksinken, Ausruhen. Dort ging mir die Unnöthigkeit von Bayreuth für mich auf.
27 [81]
Wer seine Zeit angreift, kann nur sich angreifen: was kann er denn sehen wenn nicht sich? So kann man in Andern auch nur sich verherrlichen. Selbstvernichtung Selbstvergötterung Selbstverachtung—das ist unser Richten Lieben Hassen.
27 [82]
Ich hatte die Lust an den Illusionen satt. Selbst in der Natur verdross es mich, einen Berg als ein Gemüths-factum zu sehen.— Endlich sah ich ein, dass auch unsre Lust an der Wahrheit auf der Lust der Illusion ruht.
27 [83]
Wagner kämpft gegen das Monumentale, aber glaubt an das allgemein Menschliche!
Stil-Tradition—hier will er monumentalisiren—wo es am wenigsten erlaubt ist—im tempo! —
27 [84]
Ich habe das Talent nicht, treu zu sein und, was schlimmer ist, nicht einmal die Eitelkeit, es zu scheinen.
27 [85]
Aller Genuss besteht darin, wie fein das Urtheils-Vermögen ist. Jede Kritik eines Meisters eröffnet uns den Zugang zu andern Meistern. Tausend Quellen in der Wüste.
27 [86]
Wozu sind Wagner’s Thorheiten und Ausschweifungen, und die seiner Partei nutz? Oder sind sie nützlich zu machen? Er trägt eine lärmende Glocke durch sie mit herum. Ich wünsche ihn nicht anders.
27 [87]
Ich bin gegen die Sonderentwicklung des religiösen Gefühls, weil seine Kraft anderen Entwicklungen zu Gute kommen soll. Jetzt wird es so verzettelt—rechte Freude macht es doch nicht.
27 [88]
Freunde—wir wollen uns nicht zu Gespenstern werden.— Qual nach einer Zusammenkunft.
27 [89]
Wagner rennt der einen Verrücktheit nach, die Zeit einer andern; beide im selben Tempo, ebenso blind und unbillig.
27 [90]
Alle “Ideen” Wagner’s werden sofort zur harten Manier, er wird durch sie tyrannisirt. Wie sich nur ein solcher Mann so tyrannisiren lassen kann! Z. B. durch seinen Judenhass. Er macht seine Themata wie seine “Ideen” todt durch eine wüthende Lust an der Wiederholung. Das Problem der übergrossen Breite und Länge—er plagt uns durch sein Entzücken.
27 [91]
Ich kann Glocken läuten (Schrift über Richard Wagner).
27 [92]
Alles Ausgezeichnete hat mittlere Natur. Richard Wagner ist Musik für überreife Musikperiode.
27 [93]
Beethoven hat es besser gemacht als Schiller. Bach besser als Klopstock. Mozart besser als Wieland. Wagner besser als Kleist.
27 [94]
Bei Wagner’s Verwerfung der Formen fällt einem Eckermann ein: “es ist keine Kunst geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.”
27 [95]
Freunde.— Nichts verbindet uns, aber wir haben Freude an einander, bis zu dem Grade, dass der Eine des Anderen Richtung fördert, selbst wenn sie schnurstracks der seinen entgegenläuft.
27 [96]
Musik freilich nicht monumental. Poesie viel mehr (des Gedankens wegen).
27 [97]
Ein Refrain (Sorrent) wird von uns von einer falschen Folie aus empfunden: so mit aller vergangnen Musik.
8, 27[1-97] Frühjahr-Sommer 1878
27 [1]
Hesiod’s artistic means of the Fabula.
Muse inspiration, the process.
27 [2]
Noise is made about completely empty events like the assassination. The press is the permanent false noise.
27 [3]
As a student, I said, “Wagner is Romanticism, not the art of the middle and fullness, but of the last quarter: soon it will be night.” With this insight, I was W, I could not do otherwise, but I knew it better.
27 [4]
The strong free person is a Non-artist. (Against Wagner.)
27 [5]
Is Wagner capable of giving testimony about himself??
27 [6]
The energy of Greek music in unison singing. Its finer development in tone and rhythm—through which harmony harms us.
27 [7]
8 points I need to decide on.
27 [8]
On the excessive piety: Treitschke and the French also: “God must make all things serve the best.”
27 [9]
Passions—Conclusion: Conviction.
Final piece: Alone with oneself. Beginning: And thus forward, on wisdom. Conclusion thereof: Genoa.
27 [10]
Of the Passions.
Religion.
In Society.
Woman and Child.
Artists and Writers.
Future of Education. (Phase isolate)
Man Alone.
27 [11]
We are too close to music, we only hint at it, later times will not understand our writings about music at all.
27 [12]
I know that the independence of thought has increased on earth and that whoever declares himself against me—v. Emerson Goethe p. 9.
27 [13]
What is frivolity? I don't understand it. And yet Wagner grew up in contradiction to it.
27 [14]
The reproach of a work combined with great enjoyment.
Moreover with benefit (rarely for the author), because it forces the admirers to give reasons.
27 [15]
Living stone form imitating the wood form—as a simile for speech and writing style (reading style).
The Assyrian columns with the volutes of the Ionic capital—according to the illustrations.
The Egyptian column proto-Doric.
Throne of Amyclae and of Zeus in Olympia dissolved into animals—Assyrian.
Treatment of hair in early Greek art is Assyrian.
Excellent where ceremony ceases, how one may let oneself go.
Animal forms among the Assyrians.
Contrast in the handling of enormous masses and the crudeness of the material in Cyclopean constructions.
“Aesthetically speak to us” can.
Aversion to roundness and curvature.
Old-Gr full of forests—the hall ancient around the oblong, is the prius.
27 [16]
as in the largest city in the most undisturbed way, so before all publicity our friendly conversation: no one listens to us who only begins to eavesdrop.— But we are very few.
27 [17]
People who vainly try to make a principle out of themselves (like Wagner).
27 [18]
The playwrights borrow—their main asset—artistic ideas from the epic (Wagner also from classical music).
27 [19]
Dramatists are constructive geniuses, not discovering and original like the epic poets.
Drama stands lower than epic—coarser audience—democratic.
27 [20]
I am glad that nature is not romantic: untruth is solely human: to detach oneself from it as much as possible means to recognize, to translate the human back into nature and its truth. What do I care about art!— But strong air, protection from the sun and the damp, absence of people—that is my nature.
27 [21]
I see the suffering who venture into the high-altitude air of the Engadin. I too send the patients into my high-altitude air—what kind of illness do they have?
27 [22]
The Wanderer to His Friends
by F. N.
27 [23]
The love for Wagner’s art in Bausch und Bogen is just as unjust as the aversion in Bausch und Bogen.
27 [24]
His music lacks what his writings lack—dialectic. On the other hand, the art of amplification is very great.
His works appear like heaped masses of great ideas; one wishes for a greater artist to come and handle them.
Always intent on the most extreme expression—with every word; but the superlative weakens.
Jealousy against all periods of measure: he suspects beauty, grace, he attributes to the “German” only his virtues and understands all his flaws under them.
27 [25]
It is truly the art of the present: a more aesthetic age would reject it. Finer people reject it even now. Coarsening of all aesthetics.— Compared to Goethe’s ideal, far behind. The moral contrast of these devoted, ardently faithful natures of Wagner’s acts as a sting, as a stimulant: even this sensation is used for effect.
27 [26]
I called the part where it gets the most ecstatic the "most moral music." Characteristic!
27 [27]
Wagner against the clever, the cold, the contented—here his greatness—untimely—against the frivolous and elegant,—but also against the just, the moderate, those who rejoice in the world (like Goethe), against the mild, the graceful, the scholarly people—here his reverse side.
27 [28]
Epic motifs for the inner imagination: many scenes have a much weaker effect in their visualization (the giant worm and Wotan).
27 [29]
Wagner cannot tell with his music, cannot prove, but rather overwhelm, knock down, torment, tense, horrify—what his training lacks, he has taken into his principle. The mood replaces the composition: he goes too directly to the point.
27 [30]
Addressing unartistic people, with all means, the effect should be achieved, not aiming for an artistic effect, but rather a general nerve effect is intended.
27 [31]
After a theme, Wagner is always at a loss as to how to proceed. Hence lengthy preparation—tension. His own cunning, reinterpreting his weaknesses as virtues. Thus the improvisational.
27 [32]
What from our time does Wagner express? The coexistence of brutality and the most delicate weakness, the wildness of natural instincts and nervous oversensitivity, the craving for emotion from exhaustion and the pleasure in exhaustion.— This is what the Wagnerians understand.
27 [33]
I compare Wagner’s music, which wants to act as speech, to relief sculpture, which wants to act as painting. The highest laws of style are violated, the noblest can no longer be achieved.
27 [34]
The greatest pathos I achieved was when I conceived the Schopenhauerian man: the destructive genius, against all becoming.
As a counter-need, I required the constructive metaphysical artist, who makes one dream beautifully amid such uncanny daily work.
Dissatisfaction with tragic thinking intensified.
Antidote: pessimistic critique of thinking and the pleasure in thinking. Critique of genius.
1. Phase: Strauss. Dissatisfaction. In contrast, pleasure in struggle.
2. Phase: Attempt to close the eyes to the knowledge of history.
3. Phase: Pleasure of destruction.
4. Phase: Pleasure of numbness.
27 [35]
Rhythm not came into Greek poetry from dance. Dance and poetry were independent. Therefore: music and dance must have been independent for a long time.
27 [36]
Powerful black firs standing out against mountains and spring greenery—sun on long treeless strips in the forest in the evening—one expects the most cheerful dance.
27 [37]
My error about Wagner is not even individual, many said that my image was the correct one. It is part of the powerful effects of such natures to deceive the painter. But one offends against justice just as much by favor as by malice.
27 [38]
In Wagner's most ambitious Combination of all means to the strongest effect: while the older musicians quietly continued to develop the individual types.
27 [39]
Formative power of the military overlooked.
27 [40]
If nature had not been made a comedy by you, you would not believe in God—the theatrical machine being, the scenery and surprises
27 [41]
The psychological law in the development of passion (action speech gesture) and the musical symphony do not coincide: the Wagnerian claim can be considered refuted by his art.— Everything great exists where music dominates, or where drama dominates—thus not in parallelism.
27 [42]
After the war, it seemed to me that power was duty and contained guilt within itself.
I saw in Wagner the opponent of the time, even where this time has greatness and where I myself felt strength within me.
A cold-water cure seemed necessary to me. I tied into the suspicion of man, into his contemptibility, which I had earlier used to lift myself into that overconfident metaphysical dream. I knew man well enough, but I had measured and judged him incorrectly: the reason for rejection was lacking.
27 [43]
The living Schopenhauer has nothing to do with the metaphysicians. He is essentially a Voltairean, the 4th is alien to him.
27 [44]
My painting of Wagner’s went beyond him, I had depicted an ideal monster, which, however, might be capable of igniting artists. The real Wagner, the real Bayreuth was to me like the worst, very last print of an engraving on poor paper. My need to see real people and their motives was immensely stimulated by this humiliating experience.
27 [45]
Wagner recalls the lava that hinders its own flow through solidification and suddenly feels obstructed by blocks that it itself forms. No Allegro con fuoco with him.
27 [46]
Grace and intimacy are also German.
27 [47]
His soul does not sing, it speaks, but as the highest passion speaks. Naturally, with him, tone, rhythm, and the cadence of speech are natural; music, on the other hand, is never entirely natural, a kind of learned language with a modest supply of words and a different syntax.
27 [48]
But afterwards, my eyes were opened to the thousand sources in the desert.
That period was very useful against premature know-it-allness.
27 [49]
Now antiquity and Goethe's insight into great art dawned on me: and only now could I gain the simple eye for real human life: I had the antidotes to ensure it did not become a poisonous pessimism. Schopenhauer became “historical,” not as a connoisseur of humanity.
27 [50]
Poverty of melody and in the melody in Wagner. The melody is a whole with many beautiful proportions. Mirror image of the ordered soul. He strives for it: has he a melody, he almost crushes it in his embrace.
27 [51]
Our youth rebelled against the sobriety of the times. They threw themselves into the cult of excess, passion, ecstasy, the darkest, harshest conception of the world.
27 [52]
Wagner struggles against the "frivolity" within himself, to which, as the unrefined (against Goethe), the joy of the world became. V v
27 [53]
Wagner often imitates himself—mannerism. That is why he has also been imitated most quickly among musicians. It is easy.
27 [54]
Wagner does not have the strength to make people free and great in their interactions: he is not confident, but rather suspicious and presumptuous. His art affects artists in this way; it is envious of rivals.
27 [55]
Contradiction between brutality in action and oversensitivity in feeling.
27 [56]
Uncertainty of the ultimate goals, un-antique vagueness.
27 [57]
The art of orchestral colors, listened to with the finest ear by the Frenchman, Berlioz, (early on).
27 [58]
Tannhäuser and Lohengrin not good music. The moving and touching is by no means most reliably achieved by the purest and highest art. Coarsening.
27 [59]
It lacks the natural nobility that Bach and Beethoven, the beautiful soul (even Mendelssohn)—one step lower.
27 [60]
Even in music there is a logic and a rhetoric as stylistic opposites.
Wagner becomes rhetorical when he treats a theme.
27 [61]
Deep distrust of his musical invention in the dialectic. He masks the deficiency in every way.
27 [62]
Depiction of the birth of tragedy—floating cloud garlands, white against the night sky, through which stars shine—vaguely all-too-clearly ghostly illuminated valley.
27 [63]
On the bridge—after a gathering with friends—loneliness.
27 [64]
Living on mountain passes.
27 [65]
In the Bohemian Forest, I rose above the Phase.
27 [66]
“Educational philistines” and historical illness began to inspire me.
27 [67]
With Schopenhauer. First holding him fast in the large against the individual, later in the individual against the whole.
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Wagner’s “musical Euphuism” (Liszt)
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Rheintöchtermusik—Autumn Beauty
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Problem: the musician who loses his sense of rhythm.
Hebrew rhythm (parallelism), overripeness of rhythmic feeling, reverting to primitive stages.
Middle of art passed.
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If we had the Greek subjective forces, which "originality."
But no education in the narrow, restricted.
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Development of the ornamentation of speech.
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“As a reward for the finest inner moderation, one receives” Burckhardt.
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There is something that arouses the highest degree of mistrust against Wagner: that is Wagner’s mistrust. It stirs so strongly that I doubted twice whether musicians
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Plato’s envy. He wants to claim Socrates for himself. He permeates him with himself, believes he is beautifying him, taking him away from all Socratics, designating himself as the one who lives on. But he portrays him in a completely unhistorical way, on the most dangerous edge (as Wagner does with Beethoven and Shakespeare).
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The Greeks without guiltfeeling. Orestes the criminal venerable. Madness, no need for redemption.
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Wagner has in his writings not great calmness but presumption—Why: —
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Passage from Taine about the Semites.— Incidentally, I have misled the reader: the passage does not apply to Wagner at all—could Wagner be a Semite? Now we understand his aversion to the Jews.
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I was in love with art with true passion and ultimately saw nothing but art in all that exists—in an age when, more reasonably, other passions should fill the soul.
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The Schopenhauerian man drove me to skepticism toward everything revered, exalted, previously defended (also against Greeks, Schopenhauer, Wagner)—genius, saints—pessimism of knowledge. On this detour, I reached the heights, with the freshest winds.— The essay on Bayreuth was merely a pause, a sinking back, resting. There, the unnecessity of Bayreuth for me became clear.
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Who attacks their time can only attack themselves: what can they see if not themselves? Thus, in others, one can only glorify oneself. Self-destruction, self-deification, self-contempt—this is our judging, loving, hating.
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I had grown tired of the pleasure in illusions. Even in nature, it annoyed me to see a mountain as a fact of the mind.— Finally, I realized that even our pleasure in truth rests on the pleasure of illusion.
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Wagner fights against the monumental, but believes in the universally human!
Style-tradition—here he wants to monumentalize—where it is least permitted—in the tempo! —
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I do not have the talent to be faithful and, what is worse, not even the vanity to appear so.
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All enjoyment consists in how fine the judgment is. Every critique of a master opens up access to other masters for us. A thousand springs in the desert.
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What are Wagner’s follies and excesses, and those of his party, good for? Or are they to be made useful? He carries a clanging bell around with him through them. I wish him no different.
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I am against the special development of religious feeling because its strength should benefit other developments. Now it is so scattered—it doesn't bring real joy.
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Friends—we do not want to become ghosts.—Torment after a gathering.
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Wagner chases one madness, the time of another; both at the same pace, equally blind and unjust.
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All of Wagner’s “ideas” immediately become harsh mannerisms; he is tyrannized by them. How only such a man can allow himself to be so tyrannized! For example, by his hatred of Jews. He makes his themes, like his “ideas,” dead through a furious delight in repetition. The problem of excessive breadth and length—he torments us with his rapture.
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I can ring bells (writing about Richard Wagner).
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All excellence has a middle nature. Richard Wagner is music for an overripe musical period.
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Beethoven did it better than Schiller. Bach better than Klopstock. Mozart better than Wieland. Wagner better than Kleist.
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When Wagner rejects forms, one thinks of Eckermann: "it is not an art to be witty if one has no respect for anything."
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Friends.— Nothing connects us, but we take pleasure in each other to the extent that one promotes the other's direction, even when it runs straight against their own.
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Music, of course, not monumental. Poetry much more (because of the thought).
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A refrain (Sorrent) is perceived by us from a false foil: so with all past music.