13, 18[1-17] Juli-August 1888
18 [1]
Aus der Kriegsschule der Seele.
den Tapfern, den Frohgemuthen, den Enthaltsamen geweiht.
ich möchte die liebenswürdigen Tugenden nicht unterschätzen; aber die Größe der Seele verträgt sich nicht mit ihnen. Auch in den Künsten schließt der große Stil das Gefällige aus.
In Zeiten schmerzhafter Spannung und Verwundbarkeit wähle den Krieg: er härtet ab, er macht Muskeln.
Die tief Verwundeten haben das olympische Lachen; man hat nur, was man nöthig hat.
Es dauert zehn Jahre schon: kein Laut mehr erreicht mich—ein Land ohne Regen. Man muß viel Menschlichkeit übrig haben, um in der Dürre nicht zu verschmachten.
Jeder Glaube hat den Instinkt der Lüge: er wehrt sich gegen jede Wahrheit, von der her seinem Willen, die “Wahrheit” zu besitzen, Gefahr droht—er macht die Augen zu, er verleumdet ...
Man hat einen Glauben weil er “selig macht”: man hält nicht für wahr, was uns nicht “selig macht”. Ein pudendum.
18 [2]
Theorie vom Mißbrauch der Logik als einem Realitäts-Kriterium. —
18 [3]
Die Tschandala sind obenauf; voran die Juden. Die Juden sind im unsichern Europa die stärkste Rasse: denn sie sind dem Rest durch die Länge ihrer Entwicklung überlegen. Ihre Organisation setzt ein reicheres Werden, eine gefährlichere Laufbahn, eine größere Zahl von Stufen voraus, als alle andren Völker aufweisen können. Aber das ist beinahe eine Formel für Überlegenheit.— Eine Rasse, wie sonst irgend ein organisches Gebilde, kann nur wachsen oder zu Grunde gehn; es giebt keinen Stillstand. Eine Rasse, die nicht zu Grunde gegangen ist, ist eine Rasse, die immerfort gewachsen ist. Wachsen heißt vollkommen werden. Die Dauer im Dasein einer Rasse entscheidet mit Nothwendigkeit über die Höhe ihrer Entwicklung: die älteste muß die höchste sein.— Die Juden sind im unbedingten Sinn gescheut; einem Juden zu begegnen kann eine Wohlthat sein. Man ist übrigens nicht ungestraft gescheut; man hat damit leicht die Andern gegen sich. Aber der große Vortheil bleibt doch den Gescheuten.— Ihre Gescheutheit hindert die Juden, auf unsere Weise närrisch zu werden: zum Beispiel national. Es scheint, sie sind ehemals zu gut geimpft worden, ein wenig blutig selbst, und dies unter allen Nationen: sie verfallen nicht leicht mehr unsrer rabies, der rabies nationalis. Sie sind heute selbst ein antidoton gegen diese letzte Krankheit der europäischen Vernunft.— Die Juden allein haben im modernen Europa an die supremste Form der Geistigkeit gestreift: das ist die geniale Buffonerie. Mit Offenbach, mit Heinrich Heine ist die Potenz der europäischen Cultur wirklich überboten; in dieser Weise steht es den andren Rassen noch nicht frei, Geist zu haben. Das grenzt an Aristophanes, an Petronius, an Hafis.— Die älteste und späteste Cultur Europa’s stellt jetzt ohne Zweifel Paris dar; l’esprit de Paris ist deren Quintessenz. Aber die verwöhntesten Pariser, solche wie die Goncourt, haben keinen Anstand genommen, in Heine eine der drei Spitzen des esprit Parisien selbst zu erkennen: er theilt die Ehre mit dem prince de Ligne und dem Neapolitaner Galiani.— Heine hatte Geschmack genug, um die Deutschen nicht ernst nehmen zu können; dafür haben ihn die Deutschen ernst genommen, und Schumann hat ihn in Musik gesetzt—in Schumannsche Musik! “Du bist wie eine Blume” singen alle höheren Jungfrauen.— Heute macht man Heine in Deutschland ein Verbrechen daraus, Geschmack gehabt zu haben—gelacht zu haben: die Deutschen selbst nämlich nehmen sich heute verzweifelt ernst. —
18 [4]
Ich mißtraue allen Systematikern und gehe ihnen aus dem Weg. Der Wille zum System ist, für uns Denker wenigstens, etwas, das compromittirt, eine Form unsrer Immoralität.— Vielleicht erräth man, bei einem Blick hinter dies Buch, welchem Systematiker ich selbst nur mit Mühe ausgewichen bin ...
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Ich habe den Deutschen das tiefste Buch gegeben, das sie besitzen, meinen Zarathustra,—ich gebe ihnen hiermit das unabhängigste. Wie? sagt mir dazu mein schlechtes Gewissen, du willst deine Perlen—vor die Deutschen werfen? ...
18 [6]
Man ist um den Preis Künstler, daß man das, was alle Nichtkünstler Form nennen, als Inhalt, als die Sache selbst empfindet. Damit gehört man freilich in eine verkehrte Welt.
18 [7]
Man soll von sich nichts wollen, was man nicht kann. Man frage sich: willst du mitgehn? Oder vorangehn? Oder für dich gehn?— Im zweiten Fall will man Hirt sein: Hirt, das heißt oberster Nothbedarf einer Heerde.
18 [8]
— “Wenn wir uns, aus dem Instinkt der Gemeinschaft heraus, Vorschriften machen und gewisse Handlungen verbieten, so verbieten wir, wie es Vernunft hat, nicht eine Art zu “sein”, nicht eine “Gesinnung”, sondern nur eine gewisse Richtung und Nutzanwendung dieses “Seins”, dieser “Gesinnung”. Aber da kommt der Ideologe der Tugend, der Moralist und sagt “Gott sieht das Herz an! Was liegt daran, daß ihr euch bestimmten Handlungen enthaltet? Ihr seid darum nicht besser!”— Antwort: wir wollen auch gar nicht besser sein, mein Herr Langohr und Tugendsam, wir sind sehr zufrieden mit uns,—wir wollen uns nur nicht unter einander Schaden thun, und deshalb verbieten wir gewisse Handlungen in einer gewissen Rücksicht, nämlich auf uns, während wir dieselben Handlungen, vorausgesetzt, daß sie sich auf unsere Gegner—auf Sie zum Beispiel—beziehn, nicht genug zu ehren wissen. Wir erziehn unsere Kinder auf sie hin, wir züchten sie groß. Wären wir von jenem “gottwohlgefälligen” Radikalismus, den uns Ihr heiliger Aberwitz anempfiehlt, wären wir Mondkälber genug, nicht nur Handlungen, sondern die Voraussetzung dazu, unsere “Gesinnung” zu verbieten, so beschnitten wir uns an unseren Tugenden, an dem, was unsere Ehre, unseren Stolz ausmacht. Und damit nicht genug. Indem wir unsere “Gesinnung” abschafften, würden wir durchaus nicht “besser” werden,—wir würden gar nicht mehr vorhanden sein, wir hätten uns selber damit abgeschafft ... Sie sind bloß ein Nihilist ...,
18 [9]
Die russische Musik bringt mit einer rührenden Einfalt die Seele des moujik, des niederen Volks ans Licht. Nichts redet mehr zu Herzen als ihre heiteren Weisen, die allesamt traurige Weisen sind. Ich würde das Glück des ganzen Westens eintauschen gegen die russische Art, traurig zu sein.— Aber wie kommt es, daß die herrschenden Classen Rußlands nicht in seiner Musik vertreten sind? Genügt es zu sagen “böse Menschen haben keine Lieder”? —
18 [10]
Wo ist heute der Tiefstand der europäischen Cultur, ihr Sumpf?— Bei den Salutisten, bei den Antisemiten, bei den Spiritisten, bei den Anarchisten, bei den Bayreuthern. Das heißt, bei den fünf Spezialitäten des europäischen cant. Denn alle diese geben vor, sie allein seien jetzt die “höheren Menschen” ...
18 [11]
Die Krankheit ist ein mächtiges stimulans. Nur muß man gesund genug für sie sein.
18 [12]
Große Dinge verlangen, daß man von ihnen schweigt oder groß redet: groß, das heißt mit Unschuld,—cynisch.
18 [13]
Zu: der Wille zur Wahrheit
1. Satz. Die leichtere Denkweise siegt über die schwierigere—als Dogma: simplex sigillum veri.— Dico: daß die Deutlichkeit etwas für Wahrheit ausweisen soll, ist eine vollkommene Kinderei ...
2. Satz. Die Lehre vom Sein, vom Ding, von lauter festen Einheiten ist hundert Mal leichter als die Lehre vom Werden, von der Entwicklung
3. Satz. Die Logik war als Erleichterung gemeint: als Ausdrucksmittel,—nicht als Wahrheit ... Später wirkte sie als Wahrheit ...
18 [14]
Die Metaphysiker
Ich spreche vom größten Unglück der neueren Philosophie—von Kant ...
Hegel: etwas vom schwäbischen Gottvertrauen, vom kuhmäßigen Optimismus
Kant: Weg zum “alten Spiel”: das haben Alle verstanden
18 [15]
Der grosse Mittag.
Warum “Zarathustra”?
Die große Selbstüberwindung der Moral
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Zu: die Metaphysiker.
Zur Psychologie der Metaphysik.
Der Einfluß der Furchtsamkeit.
Was am meisten gefürchtet worden ist, die Ursache der mächtigsten Leiden (Herrschsucht, Wollust usw.), ist von den Menschen am feindseligsten behandelt worden und aus der “wahren” Welt eliminirt. So haben sie die Affekte Schritt für Schritt weggestrichen,—Gott als Gegensatz des Bösen, d.h. die Realität in die Negation der Begierden und Affekte angesetzt (das heißt gerade in’s Nichts.)
Insgleichen ist die Unvernunft, das Willkürliche, Zufällige von ihnen gehaßt worden (als Ursache zahlloser phys Leiden) Folglich negirten sie dies Element im An-sich-Seienden, faßten es als absolute “Vernünftigkeit” und “Zweckmäßigkeit”.
Insgleichen der Wechsel, die Vergänglichkeit gefürchtet: darin drückt sich eine gedrückte Seele aus, voller Mißtrauen und schlimmer Erfahrung (Fall Spinoza: eine umgekehrte Art Mensch würde diesen Wechsel zum Reiz rechnen)
Eine mit Kraft überladene und spielende Art Wesen würde gerade die Affekte, die Unvernunft und den Wechsel in eudämonistischem Sinne gutheißen, sammt ihren Consequenzen, Gefahr, Contrast, Zu-Grunde-gehn usw.
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Entwurf des
Plans zu:
der Wille zur Macht.
Versuch
einer Umwerthung aller Werthe.
| — Sils Maria am letzten Sonntag des Monat August 1888 |
Wir Hyperboreer.— Grundsteinlegung des Problems. |
Erstes Buch: “was ist Wahrheit?” |
| Erstes Capitel. Psychologie des Irrthums. |
| Zweites Capitel. Werth von Wahrheit und Irrthum. |
| Drittes Capitel. Der Wille zur Wahrheit (erst gerechtfertigt im Ja-Werth des Lebens |
Zweites Buch: Herkunft der Werthe. |
| Erstes Capitel. Die Metaphysiker. |
| Zweites Capitel. Die homines religiosi. |
| Drittes Capitel. Die Guten und die Verbesserer. |
Drittes Buch: Kampf der Werthe |
| Erstes Capitel. Gedanken über das Christenthum. |
| Zweites Capitel. Zur Physiologie der Kunst. |
| Drittes Capitel. Zur Geschichte des europäischen Nihilismus. |
Psychologen-Kurzweil. |
Viertes Buch: Der grosse Mittag. |
| Erstes Capitel. Das Princip des Lebens “Rangordnung”. |
| Zweites Capitel. Die zwei Wege. |
| Drittes Capitel. Die ewige Wiederkunft. |
13, 18[1-17] Juli-August 1888
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From the War School of the Soul.
dedicated to the brave, the cheerful, the temperate.
I do not wish to underestimate the amiable virtues; but the greatness of the soul is incompatible with them. Even in the arts, the grand style excludes the pleasing.
In times of painful tension and vulnerability, choose war: it hardens, it builds muscle.
The deeply wounded have the Olympic laughter; one has only what one needs.
It has been ten years already: no sound reaches me anymore—a land without rain. One must have much humanity left to not wither in the drought.
Every belief has the instinct of lying: it defends itself against every truth from which its will to possess the "truth" is threatened—it closes its eyes, it slanders...
One has a belief because it "makes one blessed": one does not consider true what does not "make one blessed". A pudendum.
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Theory of the misuse of logic as a reality-criterion. —
18 [3]
The Chandala are on top; the Jews are in the lead. The Jews are the strongest race in insecure Europe: for they are superior to the rest through the length of their development. Their organization presupposes a richer becoming, a more dangerous course, a greater number of stages, than all other peoples can show. But this is almost a formula for superiority.— A race, like any other organic being, can only grow or perish; there is no standstill. A race that has not perished is a race that has grown continuously. To grow means to become perfect. The duration of a race's existence necessarily determines the height of its development: the oldest must be the highest.— The Jews are in the absolute sense shrewd; encountering a Jew can be a blessing.One is not, by the way, unpunished for being clever; one easily turns others against oneself with it. But the great advantage remains with the clever.— Their cleverness prevents the Jews from becoming foolish in *our* way: for example, nationalistic. It seems they were once too well inoculated, even a little bloodily, and this among all nations: they no longer easily fall prey to *our* rabies, the rabies nationalis. Today, they are even an antidote to this last disease of European reason.— The Jews alone in modern Europe have touched the supreme form of spirituality: that is, the genius of buffoonery. With Offenbach, with Heinrich Heine, the power of European culture has truly been surpassed; in this way, it is not yet free for the other races to have spirit.This borders on Aristophanes, on Petronius, on Hafiz.— The oldest and latest culture of Europe is undoubtedly represented by Paris today; *l’esprit de Paris* is its quintessence. But even the most spoiled Parisians, such as the Goncourts, have not hesitated to recognize in Heine one of the three peaks of *esprit Parisien* itself: he shares the honor with the prince de Ligne and the Neapolitan Galiani.— Heine had enough taste not to be able to take the Germans seriously; for that, the Germans took him seriously, and Schumann set him to music—in Schumannesque music! “Du bist wie eine Blume” is sung by all higher maidens.— Today, Heine is made a criminal in Germany for having had taste—for having *laughed*: for the Germans themselves today take themselves desperately seriously. —
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I distrust all systematists and avoid them. The will to a system is, for us thinkers at least, something that compromises, a form of our immorality.— Perhaps one guesses, with a glance behind this book, which systematist I myself have only barely managed to evade ...
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I have given the Germans the deepest book they possess, my Zarathustra,—I am now giving them the most independent one. What? says my bad conscience to me, you want to throw your pearls—before the Germans? ...
18 [6]
One is an artist at the price of feeling what all non-artists call form as content, as the thing itself. With that, one certainly belongs in a topsy-turvy world.
18 [7]
One should not want anything from oneself that one cannot do. One should ask oneself: do you want to go with? Or go ahead? Or go for yourself?— In the second case, one wants to be a shepherd: shepherd, that is, the supreme necessity of a herd.
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— “If we, out of the instinct of community, make rules for ourselves and prohibit certain actions, then we prohibit, as is reasonable, not a way of “being,” not an “attitude,” but only a certain direction and application of this “being,” this “attitude.” But then comes the ideologue of virtue, the moralist, and says, “God looks at the heart! What does it matter that you refrain from certain actions? You are not better for it!”— Answer: we do not want to be better at all, my dear long-ear and paragon of virtue, we are very content with ourselves—we only do not want to harm one another, and for that reason we prohibit certain actions with a certain consideration, namely for ourselves, while we cannot honor the same actions enough, provided that they relate to our opponents—to you, for example.”We raise our children towards them, we breed them up. If we were of that “God-pleasing” radicalism which your holy aberration recommends to us, if we were mooncalves enough to prohibit not only actions but also the prerequisite for them, our “disposition,” we would thus mutilate ourselves in our virtues, in that which constitutes our honor, our pride. And that is not all. By abolishing our “disposition,” we would by no means become “better”—we would no longer exist at all, we would have thereby abolished ourselves... You are merely a nihilist...
18 [9]
The Russian music reveals with a touching simplicity the soul of the moujik, the lower people. Nothing speaks more to the heart than their cheerful tunes, all of which are sad tunes. I would exchange the happiness of the entire West for the Russian way of being sad.— But how is it that the ruling classes of Russia are not represented in its music? Is it enough to say “evil people have no songs”? —
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Where is the low point of European culture today, its swamp?— Among the Salvationists, the anti-Semites, the spiritualists, the anarchists, the Bayreuthians. That is, among the five specialties of European cant. For all of these claim that they alone are now the “higher men” ...
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Illness is a powerful stimulant. One must only be healthy enough for it.
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Great things demand that one remain silent about them or speak greatly: greatly, that is, with innocence,—cynically.
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On: the will to truth
1. Sentence. The easier way of thinking prevails over the more difficult one—as dogma: simplex sigillum veri.— I say: that clarity should vouch for truth is a complete childishness ...
2. Sentence. The doctrine of being, of the thing, of all fixed units is a hundred times easier than the doctrine of becoming, of development
3. Sentence. Logic was intended as facilitation: as a means of expression,—not as truth ... Later it acted as truth ...
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The Metaphysicians
I speak of the greatest misfortune of modern philosophy—of Kant ...
Hegel: something of Swabian trust in God, of bovine optimism
Kant: path to the “old game”: that Everyone understood
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The Great Noon.
Why “Zarathustra”?
The Great Self-Overcoming of Morality
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To: the metaphysicians.
On the Psychology of Metaphysics.
The influence of fearfulness.
What has been most feared, the cause of the most powerful sufferings (lust for power, lust, etc.), has been treated with the most hostility by people and eliminated from the “true” world. Thus, they have step by step erased the affections,—God as the opposite of evil, i.e., reality placed in the negation of desires and affections (that is, precisely in nothingness.)
Similarly, irrationality, the arbitrary, the accidental, has been hated by them (as the cause of countless physical sufferings). Consequently, they negated this element in the thing-in-itself, conceiving it as absolute "rationality" and "purposiveness."
Similarly, change, transience, has been feared: this expresses a depressed soul, full of mistrust and bad experiences (case of Spinoza: a reverse kind of person would count this change as a stimulus).
A kind of being overloaded and playing with power would precisely approve of the affects, the irrationality, and the change in a eudaimonistic sense, along with their consequences—danger, contrast, perishing, etc.
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Draft of the
Plan for:
The Will to Power.
Attempt
at a Revaluation of All Values.
| — Sils Maria on the last Sunday of the month of August 1888 |
We Hyperboreans.— Laying the Foundation of the Problem. |
First Book: “what is truth?” |
| First Chapter. Psychology of Error. |
| Second Chapter. Value of Truth and Error. |
| Third Chapter. The Will to Truth (first justified in the Yes-Value of Life |
Second Book: Origin of Values. |
| First Chapter. The Metaphysicians. |
| Second Chapter.The religious people. |
| Third Chapter. The Good and the Improvers. |
Third Book: Struggle of Values |
| First Chapter. Thoughts on Christianity. |
| Second Chapter. On the Physiology of Art. |
| Third Chapter. On the History of European Nihilism. |
Psychologists' Pastime. |
Fourth Book: The Great Noon. |
| First Chapter. The Principle of Life “Hierarchy”. |
| Second Chapter. The Two Paths. |
| Third Chapter. The Eternal Recurrence. |