11, 45[1-7] Herbst 1885

45 [1]

Zucht des Herzens.

45 [2]

Des Prinzen Vogelfrei
Lieder und Gedanken.

Von
Friedrich Nietzsche.

45 [3]

Widmung und Abgesang.

45 [4]

Lieder und Gedanken
des Prinzen Vogelfrei.

Von
Friedrich Nietzsche.

45 [5]

Das Unglück holt den Flüchtigen ein—und sei’s
Als goldner Kummer der verarmten Hand,
Als Traurigkeit des ewig-Schenkenden:
Das Unglück fieng den Flüchtigen ein—und sei’s
Sorglos und selber uneingedenk
Warf er die Perlen weg

Das den Besiegten nieder zwingt
Das jeden Stolz zu Thränen kehrt:
Unehrlich Gebild,
Warfst du die Perlen in den Sand —
Das Meer schlang sie in seinen Schlund!
Was dankt das Leben dem Verschwendenden

45 [6]

Wie man über die Selbst-Zerstörung hinwegkommt. Die Harpyien. Die Loslösung. Zur Geschichte des “freien Geistes.” Beschreibung der freien Geister.



2) Heiterkeit 3) Masken 4) Vornehmheit.



die Frauenfrage
Künstler-Pessimismus.

45 [7]

Der Tag klingt ab, es gilbt sich Glück und Licht,
Mittag ist ferne.
Wie lange noch? Da kommen Mond und Sterne
Und Wind und Reif: nun säum’ ich lange nicht,
Der Frucht gleich, die ein Hauch vom Baume bricht

11, 45[1-7] Herbst 1885

45 [1]

Breeding of the Heart.

45 [2]

The Prince's Outlaw
Songs and Thoughts.

By
Friedrich Nietzsche.

45 [3]

Dedication and Swansong.

45 [4]

Songs and Thoughts
of Prince Vogelfrei.

By
Friedrich Nietzsche.

45 [5]

Misfortune catches up with the fugitive—and be it
As golden sorrow of the impoverished hand,
As sadness of the ever-giving:
Misfortune caught the fugitive—and be it
Carefree and himself unmindful
He threw the pearls away

That which forces the defeated down
That turns every pride to tears:
Dishonest creature,
Did you throw the pearls into the sand—
The sea swallowed them in its maw!
What does life thank the squanderer

45 [6]

How to overcome self-destruction. The Harpies. Detachment. On the history of the "free spirit." Description of free spirits.



2) Cheerfulness 3) Masks 4) Nobility.



the woman question
Artist-pessimism.

45 [7]

The day fades away, it gilds with happiness and light,
Noon is distant.
How much longer? Then come moon and stars
And wind and frost: now I do not linger long,
Like the fruit that a breath breaks from the tree

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