10, 20[1-16] Herbst 1883
20 [1]
Du gehst den Weg der Größe: nun ist für dich Abgrund und—Gipfel in Einem beschlossen.
Schaue dich nicht um: das sei dein bester Muth, daß es hinter dir keinen Pfad mehr giebt.
Hier soll dir keiner nachschleichen: wo dein Fuß nur schritt, da ist der Weg ausgelöscht und darüber geschrieben “Unmöglichkeit.”
Nun ist das deine letzte Zuflucht worden, was bisher deine letzte Gefahr war.
Die Zeit ist abgeflossen, wo du noch Wunsch sein durftest: was du jetzt noch bist, soll Hand und Wille und Griff des Wollens sein.
Einige wollen, aber die Meisten werden nur gewollt.
Und alles Gute sollst du dir gewähren als einem, der es sich auch versagen könnte.
Es giebt Schauspieler wider Wissen und Schauspieler wider Willen.
Daß wir unsere Unsterblichkeit ertragen könnten—das wäre das Höchste.
Bin ich dazu gekommen, die kleinen Leute ihre kleinen Tugenden zu lehren? Sie wissen sie schon selber zu finden und rechnen es mir hart an, daß mich ihr Fund nicht neidisch macht.
20 [2]
Auf dem Meere.
Rede auf seine Freunde. Ich wollte sie schonen, sie nicht als Apostel herumsenden, ich wurde zu liebevoll gegen sie—nun habe ich sie eben dadurch vernichtet.
Umsonst bisher!
Das Leben über die Mitte unwiederbringlich geopfert.
Der furchtbarste Gedanke einer ewigen Wiederkehr der Vergeudung.
Die vergeudete Menschheit (und alles Ringen und Grosse ein ewig zielloses Spiel) (Schlange und Hirt)
Die Seligkeit wider Willen (der Genesende und die Lust an der Oberfläche)
Sehen in der großen Natur.
Sucht seine Thiere, im Verlangen nach Mitgefühl.
Hellsichtigkeit über sein Schenken-wollen. Wanderer, Blitz.
Mitgefühl mit den Tyrannen und Volks-Schöpfern.
“Ich versuche es noch einmal” Lösung.— Scepsis gegen allen Pessimismus gewendet.— Vergessen, Neubeginn, wie bei allen prophetischen Menschen.
Jenseits von Gut und Böse (Schluss) zu Allem bereit.
20 [3]
Entwurf zu Zarathustra 3.
1. Auf dem Meere. “Blase Wind.” Columbisch. Ahnungen, treibende Kräfte, wohin?
Unwiederbringlich geopfert. Der Wanderer. Spätherbst.
2. Die Raststätte. Das Glück des Freigeistes. Auch an seine Freunde nicht gebunden (du hast sie freigemacht!) Was ist Einer! Der “Wanderer.” Zögere in deinem Glücke! Stimmung der “fröhlichen Wissenschaft” und Kritik.
3. Die Todtenfeier und die Rede auf die Freunde. Das Zärtlichste des Einsamen.
4. Vertrieben, flüchtig, verachtet. Alles Elend der Religionsstifter, das von außen kommt, zusammenfassen.
5. Vergeudet! Nutzlos! Elend, das von innen kommt.
6. Hellsichtig über sein “Schenken” und seine “Liebe.”— Das ist seine Selbstsucht, sich als goldene Kette und Schloß vieler Selbste zu fühlen—das verräth den Herrschenden.— Ziel: die Einheit des Vielfachsten, die Schönheit des Häßlichsten, die Nothwendigkeit des Zufälligsten persönlich darstellen. Der Staat als Mittel.
7. Es bleibt ihm nur übrig, sich selber zu tyrannisiren—mit einem unbeschränkten Willen zum Leiden. Hohn auf die bisherigen Pessimisten.
8. Die wehethuendste Wahrheit (Möglichkeit) heraufbeschworen. Wie, wenn du dies ewig wieder erlebtest!
9. Die große Natur und der Mensch.
10. Hohn auf die dem Leben Vertrauenden. Oh daß es einen gäbe, dem ich fluchen könnte!
11. Jenseits von “gut” und “böse”—die Tartüfferie der Schwachen. Spencer 2 p 110
12. Hohn auf die Künstler: die sich im Bilde, das sie schaffen, ausruhen.— Wahrer Sinn vom Ruhme: ich will ein Sporn sein und blutig ritzen alle Kommenden.
13. Hohn auf das Vergnügen der Erkennenden. “nüchtern und gemein”
14. Letzte Steigerung: die vergeudete Menschheit. Mitgefühl mit den Herrschenden und ihrer Noth, und Hohn über sie.
15. Er sucht seine Thiere. Höhle zerstört. Tiefste Vereinsamung.
16. Er zerreißt seine Schlange, der Hirt stirbt, er kämpft mit seinem Adler.
17. Krankheit. Fiebertraum “der Fliegende.”
18. Der Einsiedler als Versucher.
19. Der Genesende. Von der Seligkeit wider Willen.
20. Der Wille: versuchen wir’s noch einmal! Die Scepsis gegen den Pessimismus gewendet.
21. Die Erscheinungen: Regenbogen, Löwin mit Taubenschwarm, die Kinderchöre.
22. Hymnus auf die urbestimmte Natur. “ich als fatum.”
20 [4]
So lange noch gehandelt werden soll, also befohlen wird: ist noch nicht die Synthesis (die Aufhebung des moralischen Menschen) da. Nicht anders können: Triebe und befehlende Vernunft über den Zweck hinaus: sich selber genießen im Thun. Teichmüller p. 55.
der Wille selber ist zu überwinden—alles Gefühl der Freiheit nicht aus dem Gegensatz des Zwangs mehr schöpfen!
Natur werden!
Irrthum des Aristoteles p 65
denn die Begierde bewegt nicht und die befehlende Vernunft bewegt nicht.
der Wille bewegt nicht, sondern er ist eine Begleit-Erscheinung.
20 [5]
Gegen die Epicur—sie haben sich befreit von einem Irrthum und genießen die Freiheit als ehemals Gefangene. Oder sie haben einen Gegner, auf den sie eifersüchtig waren, überwunden oder geglaubt zu überwinden, ohne Mitgefühl mit dem, welcher nicht sich gefangen sondern geborgen fühlte, noch auch mit dem Leide der überwundenen.
20 [6]
Die niedrigsten Menschen, abzuschätzen nach ihrer Wirkung auf die “großen Menschen.”
1) die Schmarotzer—die welche sich in die Schwächen der Starken und Großen einnisten
2) die Wehseligen, welche gleich Mücken den Großen viel kleines Leid machen und sie so verkleinern—auch den heiteren Himmel durch ihr Jammern trüben.
3) die Gutmüthigen, welche nicht zu widerstehen wissen und ihn als Befehlenden verderben: sie machen ihn zu einem Verachtenden.
4) die Behaglichen: sie machen das Leben kleinlich in der Lust
20 [7]
“Tapfer ist, wer erduldet, fürchtet oder wagt, was man soll und weswegen man es soll und wie man es soll und wann man es soll” Arist
Befreier vom Wahne “Gott” und noch mehr vom Wahne “Gott und Mensch.”
Bescheidung als Erden-Bewohner
die ewige Bedeutung des Individuums. ego.
20 [8]
Nicht klagen à la Hamlet! NB.
Plan zu Zarathustra 3.
1 Zarathustra auf dem Meere.
| 2 | — | 10 | Zarathustra hört vom Tod der seligen Inseln. Reden gegen seine wahren Feinde. Die erschütternde Wirkung seines Lobes auf seine Freunde: die Stadt umgeworfen, Zarathustra muß sich losreißen: er verachtet ihre Schwäche darin. fürchterlicher Ausbruch seiner Verachtung, und Lob der Tyrannen und der Bösesten | |||
| 11 | — | 12 | Z Einsamkeit. Umsonst! Es ist zu spät! Tod des Knaben mit der Schlange.— Symbol. | |||
| 13 | Zarathustra sucht krank, entsetzt seine Höhle. Seine Thiere fliehn und erkennen ihn nicht, die Höhle ist zertrümmert. | |||||
| 14 | — | 20 | Rede des Einsiedlers. Zarathustra sieht, daß im Gott-Vertrauen die letzte Quelle alles Schwachwerdens liegt. Noch Ein Mal! Entschluß. | |||
| 21 | — | 22 | Heraufbeschwörung des furchtbarsten abgründlichsten Gedankens. Die vorbestimmte Natur—Hymnus. |
Seligkeit wider Willen (wie ein Eifersüchtiger das geliebte Weib vor sich her stößt und zärtlich noch in der Härte ist)
20 [9]
Zarathustra 3.
Mehrere Reden am “Grabe”
warum mußten sie fort von euch?
Zuletzt Mitgefühl mit allen Herrschern und Tyrannen, die an den schwachen Menschen ihre Verachtung ausließen (sie trieben ihren eigenen Willen ins Höchste)
sie (Volk, Weise, Gute) haben alle keinen Glauben mehr, ein Vorrecht auf höheres Menschenthum zu haben—ihren innersten Zweifel decke ich auf!
“ich will nicht, daß die Tugenden der Starken verwechselt werden mit denen der Schwachen.”
Fluch, daß die Besten sich zurück ziehen müssen!
Von der Herrschaft der Feiglinge.
zur Charakteristik der Freunde (rührendstes Lob zuletzt!
1. den Willen kräftigen
2. keine Lüsternheit
3. schweigen lernen
4. Einsamkeit
5. das tiefe Mißtrauen und das tiefe Vertrauen
6. seinen Feind suchen, seinen Freund aber finden.
20 [10]
Zarathustra 4.
Der König und der Narr geben einen Begriff, daß das Kommen Zarathustra’s nöthig ist.
Zarathustra schließt immer engere Kreise: große Reden, worin er ausschließt. Immer kleinere Kreise, auf höheren Bergen.
Zunächst werden 1) die Schmarotzer, dann 2) die Heuchler 3) die Schwachen Gutmüthigen dann 4) die unbewußten Heuchler der Moral ausgeschlossen.
Letzte Scene: Schilderung der höchsten Seele, die am tiefsten hinunter kann, der umfänglichsten, die sich am weitesten verirren kann, der nothwendigsten, die sich in Zufälle stürzt, der Seienden, die ins Werden sich verliebt; der Habenden, welche verlangt und will; der sich immer wieder Fliehenden und wieder Einholenden: ganz Selbst-Liebe und darum ganz in Allem: der alles Spiel ist; Weisheit, die sich ins Meer der Thorheit stürzt: Lachen und Tränen: die Welt, eines Gottes Ausgelassenheit: Erlösung von allen einmaligen steifen “weisen” usw.— Sünde selber als Genuß der Selbst-Aufhebung.
Alle Wesen nur Vorübungen in der Vereinigung Einverleibung von Gegensätzen.
Die Erlösung vom Zufalle: was ich habe geschehen lassen, das weiß ich hinterdrein mir gut machen: und deshalb hinterdrein wollen, was ich nicht vorher wollte.
ganz in sich Ziel
Darauf erzählt Zarathustra, aus dem Glück des Übermenschen heraus, das Geheimniß daß Alles wiederkehrt.
Wirkung. Pana will ihn tödten.
Er begreift endlich, macht alle Wandlungen durch, bis zur siegreichsten, als er aber sie zerbrochen liegen sieht—lacht. Steigt lachend aufwärts auf den Fels: aber dort angekommen stirbt er glücklich.
Hinreißende Wirkung des Todes: die Gelobenden.
20 [11]
Vom Einen Siege.
So wie ich ihn einst siegen und sterben sah: den Freund, der göttliche Augenblicke und Blitze in meine dunkle Jugend warf —
muthwillig und tief, voranstürmend zur Freude noch im Sturm der Schlacht, voranblutend im Leide, und wo der erwählten Fahne Feinde nahten, —
unter Sterbenden der Heiterste, unter Siegenden der Schwerste, nachdenklich-vordenklich auf seinem Schicksal stehend—erbebend darob, daß er siegte, lachend darob, daß er sterbend siegte —
befehlend, indem er starb:—und er befahl, daß man vernichte und nicht schone —
Oh du mein Wille, mein In-Mir, Über-mir! du meine Nothwendigkeit! Gieb, daß ich also siege—und spare mich auf zu diesem Einen Siege!
Bewahre und spare mich auf und hüte mich vor allen kleinen Siegen, du Schickung meiner Seele und Wende aller Noth, du meine Nothwendigkeit!
20 [12]
Kenne ich nicht, gleich dir, alle Heiterkeit—auch die Heiterkeit, die im Vorgenuß des nahen Todes ist: denn die große Bürde, die ich trug, ließ mich oft in großen Gefahren jauchzen
kleine verkrochne Gemeinde und Dunst und Dünkel aller Betbrüder—sie Stuben und alle bedürfen der Kämmerchen zu ihrem Beten!
Du bist gleich mir “von Ohngefähr” das ist der älteste Adel der Welt.
und nicht nach ihrem Lande der Verheißung will ich dem Geiste folgen, den sie heilig heißen: ich sah immer Ziegen und Gänse voran unter seinen Kreuzfahrern
vertraulich und offenherzig, aber gleich Thoren, durch die nur Niedriges eingeht.
20 [13]
Die feierlichen Schnurrpfeifer, die mit Tönen düstere Lehren und Lügen predigen.
Ich wollte, ich sähe schon die Feuersäule, in der sie verbrannt wird: denn solche Feuersäulen müssen dem großen Mittage vorangehn.
Wie viel Höhlen hat das Leben
Vor Sonnenaufgang.
20 [14]
Ich fand einen Übermuth in allen Dingen, den heiße ich göttlich. Ich fand diesen Übermuth auch in meiner Seele.
Diesen Übermuth der Weisheit, fand ich in allen Dingen, daß sie alle Dinge auf den Füßen von Narren gehen heißt.
So wenig Vernunft als möglich: mehr nimmt sie nicht mit in ihren Schnappsack, wenn sie über Land geht und tagsüber ihr Feld bestellt.
Auf den Füßen des Zufalls laufen alle Dinge—hinweg und zurück und hinauf zur Weisheit,
— das ist ihre selige Sicherheit, daß sie alle Dinge nur mit dem Zufalle zu sich gängelt.
20 [15]
Von unschuldigen Dingen am liebsten genährt und von Wenigen, bereit und ungeduldig, davonzufliegen: wie sollte nicht Etwas an mir von Vogel-Art sein?
Dem Geist der Schwere todfeind auch noch mit dem Leibe: wohin folgte ihm nicht meine Feindschaft! Wohin flog und verflog sich nicht mein geflügelter Tod-Haß!
20 [16]
| Wahrsager Vernichter Schaffender Verbinder Entdecker (Meer) Tänzer—Lacher Fliegender—Siegender | ||
10, 20[1-16] Herbst 1883
20 [1]
You walk the path of greatness: now for you, abyss and—peak are decided in one.
Do not look back: let that be your best courage, that there is no path behind you anymore.
Here no one shall sneak after you: where your foot has stepped, the path is erased and written over with “Impossibility.”
Now what was once your last danger has become your last refuge.
The time has passed when you were still allowed to be a wish: what you are now shall be hand and will and grasp of willing.
Some want, but most are only wanted.
And all good things you should grant yourself as one who could also deny them.
There are actors against knowledge and actors against will.
That we could endure our immortality—that would be the highest.
Have I come to teach the little people their little virtues? They already know how to find them themselves and hold it against me that their discovery does not make me envious.
20 [2]
On the sea.
Speech to his friends. I wanted to spare them, not send them around as apostles, I became too loving towards them—now I have thereby destroyed them.
In vain so far!
Life beyond the midpoint irretrievably sacrificed.
The most terrible thought of an eternal recurrence of waste.
The wasted humanity (and all striving and greatness an eternally aimless game) (Snake and Shepherd)
The bliss against one's will (the convalescent and the joy in the surface)
Seeing in great nature.
Seeks his animals, in the longing for compassion.
Clairvoyance about his wanting to give. Wanderer, lightning.
Compassion for the tyrants and people-creators.
“I try it once more” solution.— Skepticism turned against all pessimism.— Forgetting, new beginning, as with all prophetic people.
Beyond Good and Evil (end) ready for everything.
20 [3]
Draft for Zarathustra 3.
1. On the Sea. “Blow, Wind.” Columbian. Presentiments, driving forces, whither?
Irretrievably sacrificed. The Wanderer. Late autumn.
2. The Resting Place. The happiness of the free spirit. Not bound even to his friends (you have freed them!) What is One! The “Wanderer.” Hesitate in your happiness! Mood of the “Gay Science” and critique.
3. The funeral feast and the speech to the friends. The tenderest of the solitary.
4. Expelled, fugitive, despised. Summarize all the misery of the founders of religions, that which comes from without.
5. Wasted! Useless! Misery that comes from within.
6. Clear-sighted about his “giving” and his “love.”— This is his selfishness, to feel himself as a golden chain and lock of many selves—this betrays the ruler.
— Goal: to personally represent the unity of the most manifold, the beauty of the ugliest, the necessity of the most accidental. The state as a means.7. Only tyrannizing himself remains—with an unbounded will to suffer. Scorn for the previous pessimists.
8. The most painful truth (possibility) conjured up. What if you were to experience this eternally again!
9. Great nature and man.
10. Scorn for those who trust in life. Oh, that there were one I could curse!
11. Beyond “good” and “evil”—the Tartuffery of the weak. Spencer 2 p 110
12. Scorn for the artists: who rest in the image they create.— True meaning of fame: I want to be a spur and bloody gash all who come after.
13. Scorn for the pleasure of the knowing. “sober and common”
14. Final escalation: wasted humanity. Compassion for the rulers and their distress, and scorn for them.
15. He seeks his animals. Cave destroyed. Deepest solitude.
16. He tears apart his snake, the shepherd dies, he fights with his eagle.
17. Illness. Fever dream “the Flying One.”
18. The hermit as tempter.
19. The convalescent. Of bliss against one’s will.
20. The Will: let’s try it once more! Skepticism turned against pessimism.
21. The apparitions: rainbow, lioness with a flock of doves, the children’s choirs.
22. Hymn to primordial nature. “I as fate.”
20 [4]
As long as trading is still to be done, i.e., commanded: the synthesis (the sublation of the moral human) is not yet present. Cannot do otherwise: drives and commanding reason beyond the purpose: enjoy themselves in action. Teichmüller p. 55.
the will itself is to be overcome—all feeling of freedom not to draw from the opposition of compulsion anymore!
Become nature!
Error of Aristotle p 65
for desire does not move and commanding reason does not move.
the will does not move, rather it is an accompanying phenomenon.
20 [5]
Against the Epicureans—they have freed themselves from an error and enjoy freedom as former prisoners. Or they have overcome an opponent they were jealous of, or believed they had overcome, without compassion for the one who did not feel imprisoned but sheltered, nor for the suffering of the vanquished.
20 [6]
The lowest people, to judge by their effect on the “great people.”
1) the parasites—those who nestle into the weaknesses of the strong and great
2) the whiners, who like mosquitoes cause the great much small suffering and thus diminish them—also darken the cheerful sky with their lamenting.
3) the good-natured, who do not know how to resist and ruin him as a commander: they make him a despiser.
4) the comfortable: they make life petty in pleasure
20 [7]
“Brave is he who endures, fears, or dares what one should and why one should and how one should and when one should” Arist
Liberator from the delusion “God” and even more from the delusion “God and Man.”
Modesty as an earth-dweller
the eternal significance of the individual. ego.
20 [8]
No complaining à la Hamlet! NB.
Plan for Zarathustra 3.
1 Zarathustra at sea.
| 2 | — | 10 | Zarathustra hears of the death of the blessed islands. Speeches against his true enemies. The shocking effect of his praise on his friends: the city overthrown, Zarathustra must tear himself away: he despises their weakness in it. terrible outburst of his contempt, and praise of tyrants and the wickedest | |||
| 11 | — | 12 | From loneliness. In vain! It is too late! Death of the boy with the snake.— Symbol. | |||
| 13 | Zarathustra, sick and horrified, seeks his cave. His animals flee and do not recognize him; the cave is shattered. | |||||
| 14 | — | 20 | Speech of the hermit. Zarathustra sees that in trust in God lies the last source of all weakening. Once more! Decision. | |||
| 21 | — | 22 | Conjuring up of the most terrible, abysmal thought. Predestined nature—hymn. |
Bliss against one's will (like a jealous man pushes the beloved woman away from him and is still tender in his harshness)
20 [9]
Zarathustra 3.
Several speeches at the "grave"
why did they have to leave you?
Finally, compassion for all rulers and tyrants who vented their contempt on the weak people (they drove their own will to the highest)
they (people, wise, good) no longer believe they have a privilege to higher humanity—I uncover their innermost doubt!
“I do not want the virtues of the strong to be confused with those of the weak.”
Curse that the best must withdraw!
On the rule of cowards.
on the characterization of friends (most touching praise last!
1. strengthen the will
2. no lustfulness
3. learn to be silent
4. solitude
5. deep distrust and deep trust
6. seek one’s enemy, but find one’s friend.
20 [10]
Zarathustra 4.
The king and the fool give an idea that the coming of Zarathustra is necessary.
Zarathustra draws ever tighter circles: great speeches in which he excludes. Ever smaller circles, on higher mountains.
First, 1) the parasites, then 2) the hypocrites, 3) the weak and good-natured, then 4) the unconscious hypocrites of morality are excluded.
Final scene: depiction of the highest soul, which can descend the deepest, the most comprehensive, which can stray the farthest, the most necessary, which plunges into accidents, the being which falls in love with becoming; the possessor who desires and wills; the one who flees again and again and is overtaken again: entirely self-love and thus entirely in All: which is all play; wisdom that plunges into the sea of folly: laughter and tears: the world, a god’s abandon: redemption from all rigid, one-time “wise” etc.— sin itself as the enjoyment of self-annihilation.
All beings merely preliminary exercises in the union incorporation of opposites.
Redemption from chance: what I have allowed to happen, I know afterwards how to turn to my advantage: and therefore afterwards want what I did not want before.
entirely self-contained goal
Thereupon Zarathustra, from the happiness of the Overman, recounts the secret that everything returns.
Effect. Pana wants to kill him.
He finally understands, goes through all transformations, up to the most triumphant, but when he sees them lying broken—laughs. Ascends laughing upwards onto the rock: but upon arriving there, he dies happily.
Overwhelming effect of death: the vowing ones.
20 [11]
Of One Victory.
As I once saw him triumph and die: the friend who cast divine moments and lightning into my dark youth—
wanton and deep, surging ahead to joy even in the storm of battle, bleeding ahead in suffering, and where the enemies of the chosen banner drew near—
among the dying, the most cheerful, among the victorious, the heaviest, standing thoughtfully-prethoughtfully upon his fate—trembling that he triumphed, laughing that he triumphed while dying—
commanding as he died:—and he commanded, that one destroy and not spare—
Oh you, my will, my In-Me, Over-me! You, my necessity! Grant that I may thus triumph—and save me for this One Victory!
Preserve and save me, and guard me from all small victories, you destiny of my soul and turner of all need, you, my necessity!
20 [12]
I do not know, like you, all cheerfulness—even the cheerfulness that is in the anticipation of impending death: for the great burden I carried often made me rejoice in great dangers
small, secluded congregation and haze and arrogance of all prayer brothers—they need rooms and all require little chambers for their praying!
You are like me “by chance”—that is the oldest nobility in the world.
and not to their promised land will I follow the spirit they call holy: I always saw goats and geese leading among his crusaders
familiar and open-hearted, but like fools, through whom only the lowly enter.
20 [13]
The solemn bagpipers who preach gloomy doctrines and lies with their tunes.
I wish I could already see the pillar of fire in which they are burned: for such pillars of fire must precede the great noon.
How many caves does life have
Before sunrise.
20 [14]
I found an excess in all things, which I call divine. I found this excess also in my soul.
This excess of wisdom, I found in all things, that they all walk on the feet of fools.
As little reason as possible: she takes no more with her in her knapsack when she goes over the land and tends her field during the day.
All things walk on the feet of chance—back and forth and up to wisdom,
— that is their blissful certainty, that they only coax all things to themselves with chance.
20 [15]
Nourished by innocent things most of all and by few, ready and impatient to fly away: how could there not be something bird-like about me?
Deadly hostile to the spirit of gravity even with my body: where did my enmity not follow it! Where did my winged death-hatred not fly and flee!
20 [16]
| Seer Destroyer Creator Connector Explorer (Sea) Dancer—Laugher Flyer—Victor | ||