10, 15[1-60] Sommer-Herbst 1883
15 [1]
Nun, heitre Himmel der Ewigkeit berücken meine Sinne, der Tropfen Thau
Beschwörung des Gegners.
Werth des Menschen
1) die Fülle, Vielheit
2) die Gesammt-Macht
3) die Mittheilungs-Kraft
15 [2]
Ich hasse die Menschen, die nicht zu vergeben wissen.
15 [3]
Wenn nur Ein Augenblick der Welt wiederkehrte,—sagte der Blitz—so müßten alle wiederkehren
absolute Nothwendigkeit als Schild mit Bildwerken geschaut!
(cap) astronomisches Bild der Welt
(cap) Jenseits der Mitte des Lebens—das Leben ist geopfert.
15 [4]
Zarathustra’s Consequenz ist daß der Mensch, um den Gedanken nicht zu fühlen, zum Thier zurück sich bilden muß. Oder zum Übermenschen (Züchtung durch Wahl des Ortes Geschlechter Nahrung usw.) Bruch mit der Vergangenheit (unhistorische Denkweise nothwendig für ihn
eine Art “Volk” bilden
den Irrthum nicht loswerden! als Lebensbedingung!
NB. Tragödien im Leben aufführen und sie genießen!
15 [5]
Auflösung des “freien Willens” und der Verantwortlichkeit in ein Vorhersagen und einen Grad von Wahrscheinlichkeit nach unserer Kenntniß von uns selber.
Mein Grauen über den “Schuldigen” ist Grauen, mich als Vorhersager getäuscht zu haben.
15 [6]
Zarathustra will keine Vergangenheit der Menschheit verlieren, alles in den Guß werfen. Verwandlung der Kraft.
15 [7]
Zarathustra III. A) plötzlich über sich hellsichtig. Was schenken! Was die Menschen glücklich machen! Was Freunde! Was Liebe! Stolz ist es, daß er Wahrheit redet! Seine große Verachtung kommt.
1(cap) er sucht seine Thiere und findet sie nicht mehr. Verzweiflung des Einsamen. Kann nicht mehr zurück!
2(cap) Versuchung des Selbstmordes
3(cap) Reue. Vergessen der Vergangenheit. Befehlen als Versuch und Würfelspiel.
In der letzten Rede muß sich auch das Grablied erfüllen!—z. B. die gute Stunde
sich den Schaffenden Erntenden Feiernden zugesellen: das geschieht in dem Ausrufe: was habt ihr gethan?
4 cap Gewitter Regenbogen Löwin—Tauben
Zuletzt: Willst du?
“Nicht ich—aber ich möchte schaffen den, der sagt: Ja.”
Zuletzt kommen die Thiere am Himmel (Stolz und Klugheit kehren zurück)
(cap) IV Festordnung, aus dem ganzen System der Weltbetrachtung her
Jedes Capitel in 3 schließen: “Zarathustra, willst du dies noch einmal?”
15 [8]
Moldenhauer
Scott Kloster-Abt
Haller altspan.
Pindar
Coleridge.
Zinzendorf
v d Goltz
Meister Ekart und Mystiker
Swedenborg
15 [9]
Zarathustra 3 als vulkanischer Ausbruch.
Zarathustra 4 “ich bin Einer, dem man Schwüre schwört.”
Der Mensch ist etwas Flüssiges und Bildsames—man kann aus ihm machen, was man will.
30 Jahre fest bleiben.
Zarathustra 4. der Sonne gleich sollt ihr sein—und was thut nicht die Sonne!
15 [10]
Typus des Gesetzgebers.
seine Entwicklung und seine Leiden.
Welchen Sinn hat es Gesetze geben?
der allgemeine Typus des G, der vielen Gesetzgebern der Herold ist.
Hauptlehre: auf jeder Stufe es zur Vollkommenheit und zum Wohlgefühl bringen—nicht springen!
Erst die Gesetzgebung. Nach der Aussicht auf den Übermenschen auf schauerliche Weise die Lehre der Wiederkunft: jetzt erträglich!
15 [11]
im Geistigen fehlt Ursache und Wirkung (Spiegel)
15 [12]
Jeden tiefen Sonnenglanz und Behagen als Gleichniß und Vorzeichen zu genießen—nicht an sich!
weil wir ein Wesen Schaffen sollen, an dem alles sich erblindet.
15 [13]
| (cap | Feste anordnen Fest der kosmischen Bezeichnungen Erdefest Freundschaftsfest gr Mittag. |
Grabe, Wurm!
Oh, wie wollte ich dem fluchen, wenn er irgend einem Menschen—ähnlich wäre!
Aber nicht einmal die Erleichterung des Fluches!
Hohn über “Vertrauen zum Leben”!
15 [14]
Zarathustra 4 Lehre der Mitfreude.
Zarathustra 3. Anfang. Mein vorzeitiges Glück schuf mir Wolken und Schatten
15 [15]
Ich will Apostel und noch keine stillen Winkel und Gemeinden.
15 [16]
Brause Wind, Brause! Nimm alles Behagen von mir!
15 [17]
gefoltert von meinem Glück—es ist sonst gleich wieder vorbei!
Ich werfe die Angel über mein Haupt, weit hinaus ins Meer der Zukunft
Zarathustra 3. gegen die Behaglichkeit des Weisen—gegen die “fröhliche Wissenschaft”
Der Untergang der glückseligen Inseln weckt ihn! Glück in seinem Mißerfolge. Größtes Leid bei der Einsicht, den bisherigen Ertrag des Lebens verloren zu haben: der ganz große Mißerfolg!— Endlich beschließt er seine Lehre hundertfach zu lehren!
15 [18]
Du hast dir das Menschliche verleidet? Aber um des Menschen willen nein!
Nun bin ich hellsichtig, mein diamantnes Schwert zerhaut jede Finsterniß. Zu lange war ich hellsüchtig.
Ein unendlicher Prozeß kann gar nicht anders gedacht werden als periodisch
3. Warum triebst du sie nicht auseinander? Sie hatten sich gefunden, nun, es war an der Zeit Andere zu suchen.
Gute Tage müssen auf guten Füßen gehn.
15 [19]
Gesetze als Rückgrat—an ihnen arbeitend und fortschaffend
Zarathustra giebt das Muster wie man sich zum Gesetze zu verhalten hat, indem er das Gesetz der Gesetze die Moral aufhebt durch höhere
die Erfüllbarkeit größer als vorher (dem Individuum die Deutung zugänglich)
NB. es muß erfüllbar sein aus der Erfüllung muß ein höheres Ideal und dessen Gesetz wachsen!
15 [20]
Sobald ihr glaubt, es gäbe neben der absoluten Causalität noch einen Gott oder einen Zweck—so ist der Gedanke an die Necessität unerträglich.
15 [21]
Zarathustra 3. Der böse Dämon aus Güte ist die Consequenz jeder Teleologie.
Zarathustra 3
| — | Hym Bescheidenheit | |
| — | Hym Einsamkeit | |
| Erfolglosigkeit und ihr Trost. | ||
zum Schluß.
Zarathustra ist selber der Weise geworden, der sich seiner Thorheit freut und der Arme, der sich seines Reichthums freut.
der Thor und der glückliche Arme—als Besitzer der ungeheuren Seligkeit der Hoffenden und Sehnenden und Wahrsagenden
Zarathustra 3. Ich verbarg den schlimmsten Einwand gegen das Leben: es ist, auf die Dauer, langweilig
der neue Heilige die Natur heiligend
der neue Künstler.
Die Erlösung der Bösen
Zarathustra 3.
Herrschen? gräßlich! Ich will nicht meinen Typus aufnöthigen. Mein Glück ist die Vielheit
Problem!
Zum agon aufrufen! gerade die, welche sich gern verstecken möchten, die Stillen, Frommen,—Bewerbung um Herrschaft!
Einsamkeit nur Mittel der Erziehung!
gegen alle bloß Genießenden!
Auch die Einsamkeit fällt unter diesen Gesichtspunkt!
Selbstüberwindung und alle Tugend hat gar keinen Sinn außer als Mittel zur Ausbildung der herrschenden Kraft.
15 [22]
Zarathustra 3 zur Verführung der Herrschsüchtigen, Vornehmen—tiefste Verachtung der Bequemen Ruhesüchtigen
15 [23]
Mein Freund, du bist wie der Kork, gemacht für das Licht und für die Oberfläche aller Meere—man hieß dich einen Glücklichen
15 [24]
Zarathustra 3 Ja, wenn du das könntest! Z —
Zarathustra 3. er preist die Umfänglichkeit der Seele—er hat an allen guten und bösen Dingen geleckt.
15 [25]
Ich liebe mich mit einer schlechten und wankelmüthigen Liebe—und mitunter denke ich, ich verdiene wohl eine bessere Liebe, als ich sie mir schenke.
15 [26]
Eure falsche Liebe zur Vergangenheit ist ein Raub an der Zukunft (göttliche Herkunft der Werthe)
15 [27]
Zarathustra 3. wenn du auch nur dein Ideal willst, mußt du alle Welt dazu zwingen.
du erniedrigst deine Handlung, wenn sie nur um eines Zwecks Willen gethan wird
Die Masse muß man zu ihrer Vernunft zwingen und selbst zu ihrem Nutzen noch peitschen
Zarathustra—ich verlernte das Mitgefühl mit mir.
das Selbst vergessen. Emerson p. 237.
Zarathustra 3
der Schenkende der Schaffende der Lehrende—das sind Vorspiele des Herrschenden.
Welchem Unglück bin ich nicht gewachsen? Man erlebt immer nur sein Unglück.
Zarathustra 3. gegen die Autorität. Als keine Stimme mehr redete, machtet ihr ein Gesetz daraus.
Zarathustra 4. Eine Kraft, die du denken kannst, muß endlich sein und bestimmt—aber unvergänglich.
15 [28]
Man soll seine Feinde nicht segnen: aber es kommt die Zeit, wo man keine Freunde mehr hat, und dann segnet man noch, daß man ihnen nicht fluchte!
15 [29]
Jeder Gedanke, wie die flüssige Lava, baut um sich selber eine Burg und erdrückt sich mit “Gesetzen.”
15 [30]
Nicht mein Meer fällt, mein Land wächst, meine neue Gluth hebt es empor.
Selig der, welcher über seinen Erfolg hinauf wächst.
An diesem Gedanken ziehe ich die Zukunft hinter mir her.
Aus alten Sternen-Trümmern einen neuen bilden.
15 [31]
Nicht den Menschen wohlzuthun—das Dasein selber zu vollenden, mich als Vollender zu schauen
3. Der grösste Schmerz: die nutzlose Vergeudung Zarathustra’s als ewig wiederholt.
Lösung: noch einmal versuchen!
Nicht ihre Sünden und Schwächen, sondern alle ihre Vollkommenheiten trug ich, als ich am meisten von allen Menschen litt.
15 [32]
(cap) Vom Glück des Weisen an seiner Thorheit (das Nichtwissen der letzten Ergebnisse—)
(cap) Vom Reichthum des Armen (die ewige Sehnsucht)
15 [33]
Egoism und Individualism
Egoism fälschlich nach Berechnung, Calcül und den Altruism als unberechnend bezeichnend aber den kalten Calcül auf Seiten des Staatsmannes auch!
15 [34]
der mich mit unsichtbaren Blitzen anbläst.
Du wolltest schenken aus deinem Überflusse: aber wie du ein Schaffender sein mußt, mußt du auch dich selber wegschenken.
Und wahrlich, du selber bist das Beste aus deinem Überflüssigen
Da liegt ein solcher, der sich sein Recht nehmen weiß—wer wäre da, der es dem geben könnte!
Wie könnte ich den Menschen um des Menschen willen lieben!
15 [35]
3. Zarathustra meine Sünden bringe ich dir zum Opfer und werfe es auf dich (erschüttert)
an den Gedanken—Gott—Hammer
Stehst du hoch genug, so mußt du erziehen, zu Dir hinauf ziehen!
Hinrichtung der Götter.
(cap) Lob der urbestimmten Natur
15 [36]
Wo Gefahr ist, bin ich dabei und wachse aus der Erde.
Unter dem Feuer der Geschütze exerciren, die nach einem fernen Ziele hinwegschießen.
“Ein Reisender in Waffen, ungeduldig, daß ihn Jemand aufhalten könne.”
Man soll weder den Sieger noch den Besiegten ausruhen lassen, als Feldherr
gelassen werden, wenn die große Gefahr kommt.
“ich will es thun oder sterben”
“Ohne Zorn siegt man in nichts” Aristoteles.
schön und furchtbar anzusehen Zarathustra 4 Schluß.
Hinter den Heeren ein vernünftiges Schreckensregiment.
“die Irrthümer, die aus Gutmüthigkeit entstehen, sind in gefährlichen Dingen die schlimmsten” Clausewitz
Muth aus Ehrgefühl und Eigenliebe nicht zu verwechseln mit dem organischen Muth: ein Zwang, bei dem man viel von seiner Fähigkeit einbüßt.
“List besser als Gewalt.”
“Wie klein ist diese Erde für einen großen Ehrgeiz!”
“Liebe zum Ruhm das wahre Verdienst eines Fürsten” Friedrich.
15 [37]
“Ich vertheile all mein Haben—nun habe ich nichts als die große Hoffnung übrig” Zarathustra 4
Zarathustra 4. Bedarf ich denn ihrer? Aber sie bedürfen meiner!
15 [38]
Gebräuche, die das Blut in Wallung halten und hart gegen den Anblick von Leiden machen, nöthig zur Erziehung.
Vernichtungstrieb, unerbittlich hart
15 [39]
Den Glauben der Menge achten und sie mit ihm gängeln—selber skeptisch man muß auch den Glauben beherrschen.
Vorsicht und Mißtrauen bezüglich der Sicherheit der eigenen Person schließt Todesverachtung nicht aus.
“wo sich’s um’s Leben handelt soll man nicht einmal seiner Mutter trauen”
Dies ist mein heimliches Panzerhemd.
“Täuschen ist Alles im Kriege” die Haut der Füchse.
“die Meinung ist die Hälfte der Wirklichkeit” Nap
Wo es sich um ein großes Wohl handelt, dazu soll man seinen Ruf aufsparen.
Adel List Kühnheit Tapferkeit Entschlossenheit Voraussicht Beharrlichkeit tiefe Überlegung
Absichtlichkeit des Wahns, Günstlinge der Götter zu sein, um auf die Massen zu wirken
Den Göttern zu Hülfe kommen!
“Die Menschen sind zu aufgeklärt, man kann nichts Großes mehr vollbringen” Nap.
Vorherbestimmung aller Ereignisse. “Alle großen Dinge hängen an Einem Haar” Nap
Ihr Temperament wirft sie aus der Passivität des Fatalismus hinaus “zu Pferde, den Säbel in der Hand, selbst zum Schicksal zu werden.”
15 [40]
Mit “um zu” hat man einen Zwang geschaffen und die Freiheit vernichtet. Zur Erlösung von den Zwecken.
15 [41]
Der Vollkommene nützt so wenig mit Absicht als er mit Absicht schadet.
15 [42]
Ideal des Arztes
das Leben geopfert. Wie ein Ringkämpfer auf alles Andere verzichtet und nicht einmal des Sieges sicher ist
das epikurische Glück als das des Genesenden
15 [43]
Ich will meine Ereignisse haben, und sollte ich ihnen Gewalt anthun.
Sie wollen geliebt sein, diese Schwachen!
Nicht daß du den Götzen umwarfst, sondern den Götzendiener in dir —
Und muß ich schuldig sein, so will ich, daß alle meine Tugenden noch vor meiner Schuld auf den Knien liegen
Es liegt ein Glück im Schooß der Dinge, daß all mein Glück Schatten um seine Lichter wirft.
15 [44]
Schluß 3. Gefühl der Vergeudetheit und Resignation—“du bist zu früh”
Zarathustra 4. allgemeiner Ausbruch des moral Sinnes, vulkanisch—man bedarf Zarathustra’s
15 [45]
Zarathustra kocht in seinem eigenen Safte.
Seine Entschließung als größte Entscheidung über das Loos der Menschheit empfunden.
“das All zum Einklang zur Versöhnung und zur Erkenntniß bringen” die menschliche Seele das größte Kunstwerk darin.
Größtes Bewußtsein der Wichtigkeit!
das All sucht nicht seine Erlösung, aber es findet sie.
15 [46]
Zarathustra 3. Vorwärts, Lahmfuß Schleichhändler—oder ich springe usw.
so schrie es mich an.
Das Leben selber schuf diesen für das Leben schwersten Gedanken, es will über sein höchstes Hinderniß hinweg
Der Narr.
Der König. kommen als große Menschen in Verzweiflung
Das Weib.
15 [47]
das Volk wie das Kind kann nur glauben: was es glauben soll —
dieser gute Realismus der Betrachtung auch bei Rée in Betreff der Moral.
15 [48]
Zarathustra 4 die neue Rangordnung der Menschen
die schlechten (starken
usw. (schwachen
die vielfachen, mit dem Willen zum Leiden und Verirren und Versuchen, aus ihrer Bahn weichend, zurückkehrend—den ungeheuersten Weg nicht fürchtend
den Himmel frei zu machen.
Heitere Tiefe, wo selbst der Stern zum Flecken wird.
3 Problem: Mein Wille wohlzuthun (auch mir!) zwingt mich ganz zu schweigen.
Aber mein Wille zum Übermenschen heißt mich reden und selbst die Freunde zu opfern.
Zarathustra 4. Was uns schlecht gilt, ausbeuten der Schwachen, den Edlen verleiten zur That, der er sich schämen muß. Großer Fluch gegen die Freunde!
Ich lag im Sonnenschein: da kam eine schwärzeste Wolke. Wie ein Trichter lag sie über mir, aufgestützt gegen die Sonne.
Die Sonne selber war es,
Dieser Gedanke springt über mich hinweg!
Zarathustra 3. Nach einigen Capiteln der Angst und Unschlüssigkeit Heraufbeschwörung des großen Gedankens.
Schluß: Ich habe den Hammer!— Glückseligkeit!
Und wenn das Gewürm euch Ekel macht, daß ihr einen Schritt seinetwegen schneller emporsteigt—so soll es zu Recht bestehen!
15 [49]
der kalte Egoismus—ausbeuten der Schwachen: warum geht es wider die Empfindung?
dieselbe Person wird von unseren verschiedenen Trieben verschieden empfunden
15 [50]
Erkennen, ein Wahn.
Auch die Naturgesetze nur lange Angewohnheiten.
Vorausgesetzt, daß einer einen starken Willen hat, so ist eine skeptische Philosophie die beste, um seinen Willen so gut als möglich zur That zu bringen.
Lauter Schnellzüge!
die Reichen zu warm gekleidet
Moralität der Schwachen als mimicry—“einnehmen” wollen.
15 [51]
die Mittel nicht um des Zwecks willen allein wollen!
Gewissen ist das Gefühl, in dem uns die Rangordnung unsrer Triebe zum Bewußtsein kommt.
15 [52]
Unbewußtes Gedächtniß
Behaglichkeit (als möglichst andauerndes Glück der alten Philosophen)
Gegen alle Metaphysik genügt Scepsis
15 [53]
Alle Seligkeit in die Scepsis (der Zweifel am Pessimismus) zu legen
15 [54]
(cap) der Un-Bequemliche als Lebensprincip (Eine Tugend!)
15 [55]
Beschränktheit des moral Gesichtspunkts—jedes Individuum wirkt am ganzen kosmischen Wesen mit—ob wir es wissen oder nicht—ob wir es wollen oder nicht!
15 [56]
(cap) Schmelz- und Umschmelzprozeß des Frommen Priesters.
15 [57]
(cap) der Herolds-Aufruf an die Einzelnen (und ihre Ideale)
15 [58]
Gesetz für Gesetzgeber
Aus Betenden müssen wir Segnende werden!
15 [59]
die Herrschsüchtigen
die
15 [60]
Hartmann V Schr
Ranke Päpste
Wellhausen
V dGoltz
Dreher
Moldenhauer
Zinzendorf
Bentham-Benecke
Der Buddhism von Kern
Leipzig Otto Schulze
10, 15[1-60] Sommer-Herbst 1883
15 [1]
Now, bright skies of eternity enchant my senses, the drop of dew
Summoning of the opponent.
Value of man
1) the abundance, multiplicity
2) the total power
3) the communicative power
15 [2]
I hate the people who don't know how to forgive.
15 [3]
If only one moment of the world were to return,—said the Lightning—then all would have to return
absolute necessity as a shield with images beheld!
(cap) astronomical image of the world
(cap) Beyond the middle of life—life is sacrificed.
15 [4]
Zarathustra’s consequence is that man, in order not to feel the thought, must develop back into an animal. Or into the Overman (breeding through choice of place, sexes, nourishment, etc.) Break with the past (unhistorical way of thinking necessary for him
to form a kind of “people”
not to get rid of the error! as a condition of life!
NB. Perform tragedies in life and enjoy them!
15 [5]
Dissolution of the “free will” and of responsibility into a prediction and a degree of probability according to our knowledge of ourselves.
My horror at the “guilty” is horror at having deceived myself as a predictor.
15 [6]
Zarathustra does not want to lose any past of humanity verlieren, throw everything into the mold. Transformation of power.
15 [7]
Zarathustra III. A) suddenly clairvoyant about himself. What to give! What makes people happy! What friends! What love! Pride is what makes him speak the truth! His great contempt comes.
1(cap) he seeks his animals and finds them no more. Despair of the solitary. Cannot go back!
2(cap) Temptation of suicide
3(cap) Remorse. Forgetting the past. Commanding as trial and dice game.
In the last speech, the funeral song must also be fulfilled!—z.B. the good hour
to join the creators, harvesters, celebrants: this happens in the exclamation: what have you done?
4 cap thunderstorm rainbow lioness—doves
Finally: Do you want to?
“Not I—but I would like to create the one who says: Yes.”
Finally, the animals come in the sky (pride and wisdom return)
(cap) IV Festival Order, from the entire system of worldview
Each chapter concludes in 3: “Zarathustra, do you want this once more?”
15 [8]
Moldenhauer
Scott Kloster-Abt
Haller altspan.
Pindar
Coleridge.
Zinzendorf
v d Goltz
Meister Ekart und Mystiker
Swedenborg
15 [9]
Zarathustra 3 as volcanic eruption.
Zarathustra 4 “I am one to whom oaths are sworn.”
Man is something fluid and malleable—one can make of him what one will.
30 years firm remain.
Zarathustra 4. like the sun you should be—and what does not the sun do!
15 [10]
Type of the Legislator.
his development and his sufferings.
What meaning does it have to give laws?
the general type of the G, who is the many legislators' herald.
Main teaching: at every stage, bring it to perfection and to well-being—do not leap!
First, the legislation. In view of the Overman, the teaching of recurrence in a terrible manner: now bearable!
15 [11]
in the spiritual, cause and effect are absent (Spiegel)
15 [12]
To enjoy every deep sun-glow and contentment as a parable and omen—not in itself!
because we are to create a being at which everything will be blinded.
15 [13]
| (cap | Arrange festivals Festival of cosmic designations Earth festival Friendship festival gr noon. |
Dig, worm!
Oh, how I would curse him, if he were at all like a human!
But not even the relief of cursing!
Mockery of "trust in life"!
15 [14]
Zarathustra 4 Teaching of Compassionate Joy.
Zarathustra 3. Beginning. My premature happiness created clouds and shadows for me
15 [15]
I want apostles and still no quiet corners and congregations.
15 [16]
Breeze Wind, Breeze! Take all comfort from me!
15 [17]
tortured by my happiness—it is otherwise soon over!
I cast the fishing rod over my head, far out into the sea of the future
Zarathustra 3. against the comfort of the wise—against the “gay science”
The downfall of the blissful islands awakens him! Happiness in his failure. Greatest suffering upon realizing that the previous yield of life is lost: the very great failure!— Finally, he resolves to teach his doctrine a hundredfold!
15 [18]
You have become disenchanted with the human? But for the sake of humanity, no!
Now I am clairvoyant, my diamond sword cleaves every darkness. I was light-addicted for too long.
An infinite process can only be conceived as periodic
3. Why didn't you drive them apart? They had found each other, well, it was time to seek others.
Good days must walk on good feet.
15 [19]
Laws as backbone—working on them and advancing them
Zarathustra provides the example of how one should relate to the law by abolishing the law of laws, morality, through higher
the fulfillability greater than before (interpretation accessible to the individual)
NB. it must be fulfillable from fulfillment must grow a higher ideal and its law!
15 [20]
As soon as you believe there is a God or a purpose beside absolute causality—the thought of necessity becomes unbearable.
15 [21]
Zarathustra 3. The evil demon out of kindness is the consequence of every teleology.
Zarathustra 3
| — | Hym Humility | |
| — | Hym Solitude | |
| Failure and its consolation. | ||
to the end.
Zarathustra himself has become the wise man who rejoices in his folly and the poor man who rejoices in his wealth.
the fool and the happy poor man—as possessor of the immense bliss of the hoping and longing and prophetic
Zarathustra 3. I concealed the worst objection to life: it is, in the long run, boring
the new saint sanctifying nature
the new artist.
The redemption of the evil
Zarathustra 3.
Rule? dreadful! I want not to impose my type. My happiness is the multiplicity
Problem!
Call to the agon! precisely those who would like to hide, the quiet, pious,—application for dominion!
Solitude only a means of education!
against all mere enjoyers!
Even solitude falls under this perspective!
Self-overcoming and all virtue has no meaning at all except as a means for the development of the dominating power.
15 [22]
Zarathustra 3 on the seduction of the power-hungry, the noble—deepest contempt for the comfortable and those seeking rest
15 [23]
My friend, you are like the cork, made for the light and for the surface of all seas—you were called a fortunate one
15 [24]
Zarathustra 3 Yes, if you could do that! Z —
Zarathustra 3. he praises the vastness of the soul—he has tasted all good and evil things.
15 [25]
I love myself with a bad and wavering love—and sometimes I think I deserve a better love than the one I give myself.
15 [26]
Your false love for the past is a robbery of the future (divine origin of values)
15 [27]
Zarathustra 3. if you also want only your ideal, you must force the whole world to it.
you degrade your action if it is done only for the sake of a purpose
The masses must be forced to their reason and even whipped for their own benefit
Zarathustra—I unlearned self-pity.
forgetting the self. Emerson p. 237.
Zarathustra 3
the giver the creator the teacher—these are preludes to the ruler.
What misfortune have I not overcome? One only ever experiences one's own misfortune.
Zarathustra 3. against authority. When no voice spoke anymore, you made a law out of it.
Zarathustra 4. A force that you can think must be finite and determined—but imperishable.
15 [28]
One should not bless one's enemies: but there comes a time when one has no friends left, and then one still blesses that one did not curse them!
15 [29]
Every thought, like liquid lava, builds a castle around itself and crushes itself with “laws.”
15 [30]
Not my sea falls, my land grows, my new glow lifts it up.
Blessed is he who grows beyond his success.
With this thought I pull the future behind me.
From old star debris, form a new one.
15 [31]
Not to do good to people—rather to perfect existence itself, to see myself as the perfecter
3. The greatest pain: the useless squandering of Zarathustra’s as eternally repeated.
Solution: try again!
Not their sins and weaknesses, but all their perfections I bore when I suffered most from all people.
15 [32]
(cap) On the Happiness of the Wise in His Folly (the Not-Knowing of the ultimate outcomes—)
(cap) On the Wealth of the Poor (the eternal longing)
15 [33]
Egoism and Individualism
Egoism falsely according to calculation, calculation, and designating altruism as uncalculating but the cold calculation on the part of the statesman as well!
15 [34]
who blows at me with invisible lightning.
You wanted to give from your abundance: but as you must be a creator, you must also give yourself away.
And truly, you yourself are the best of your abundance
There lies one who knows how to take his right—who would be there to give it to him!
How could I love mankind for the sake of mankind!
15 [35]
3. Zarathustra, I bring you my sins as an offering and cast them upon you (shaken)
at the thought—God—Hammer
If you stand high enough, you must educate, pull upwards toward You!
Execution of the gods.
(cap) Praise of the primordially determined Nature
15 [36]
Where there is danger, I am there and grow from the earth.
Under the fire of the guns, exercising, which shoot towards a distant target.
“A traveler in arms, impatient that someone might hold him back.”
One should let neither the victor nor the vanquished rest, as a commander
be calm when the great danger comes.
“I will do it or die”
“Without anger, one conquers nothing” Aristotle.
beautiful and terrible to behold Zarathustra 4 Conclusion.
Behind the armies a reasonable reign of terror.
“the errors that arise from good-naturedness are the worst in dangerous matters” Clausewitz
Courage from a sense of honor and self-love not to be confused with organic courage: a compulsion in which one loses much of one's ability to forfeit.
“Cunning better than force.”
“How small this earth is for great ambition!”
“Love of glory the true merit of a prince” Frederick.
15 [37]
“I distribute all my possessions—now I have nothing left but the great hope” Zarathustra 4
Zarathustra 4. Do I need them? But they need me!
15 [38]
Customs that stir the blood and harden against the sight of suffering, necessary for education.
Destruction drive, mercilessly hard
15 [39]
Respect the faith of the masses and control them with it—one must also master skepticism.
Caution and mistrust regarding one's own safety do not exclude contempt for death.
“where life is at stake, one should not even trust one’s mother”
This is my secret coat of armor.
“Deception is everything in war” the skin of foxes.
“opinion is half of reality” Nap
Where great well-being is at stake, one should save one’s reputation for it.
Nobility Courage Boldness Determination Foresight Perseverance deep reflection
Intentionality of the delusion, to be favorites of the gods, in order to influence the masses
To come to the aid of the gods!
“People are too enlightened, one can no longer achieve anything great” Nap.
Predestination of all events. “All great things hang by a single thread” Nap
Their temperament throws them out of the passivity of fatalism “onto horseback, saber in hand, to become fate itself.”
15 [40]
With “um zu” one has created a compulsion and destroyed freedom. For liberation from the purposes.
15 [41]
The Perfect One is as little useful with intention as he is harmful with intention.
15 [42]
Ideal of the physician
life sacrificed. Like a wrestler who renounces everything else and is not even certain of victory
the Epicurean happiness as that of the convalescent
15 [43]
I want my events, and if I must do violence to them.
They want to be loved, these weak ones!
Not that you overthrew the idol, but the idolater in you —
And if I must be guilty, then I want all my virtues to lie on their knees before my guilt
There is a happiness in the lap of things, that all my happiness casts shadows around its lights.
15 [44]
Conclusion 3. Feeling of wastedness and resignation—“you are too early”
Zarathustra 4. general outbreak of the moral sense, volcanic—one needs Zarathustra’s
15 [45]
Zarathustra cooks in his own juice.
His resolution felt as the greatest decision about the fate of humanity.
“to bring the universe into harmony, reconciliation, and knowledge” the human soul the greatest work of art therein.
Greatest awareness of importance!
the universe does not seek its redemption, but it finds it.
15 [46]
Zarathustra 3. Forward, you lame-footed smuggler—or I'll jump, etc.
so it shouted at me.
Life itself created this, the most difficult thought for life, it wants to overcome its highest obstacle over
The Fool.
The King. come as great people in despair
The Woman.
15 [47]
the people like the child can only believe: what they should believe —
this good realism of consideration also in Rée regarding morality.
15 [48]
Zarathustra 4 the new hierarchy of men
the bad (strong
etc. (weak
the manifold, with the will to suffer and stray and experiment, deviating from their path, returning—the most monstrous path not fearing
to make the sky free.
Cheerful depth, where even the star becomes a speck.
3 Problem: My will to do good (also to myself!) forces me to remain completely silent.
But my will to the Overman bids me speak and even sacrifice friends.
Zarathustra 4.What we consider evil, exploiting the weak, tempting the noble to deeds they must ashame of. Great curse upon friends!
I lay in the sunshine: then came a blackest cloud. Like a funnel it hung over me, propped against the sun.
The sun itself was it,
This thought leaps over me!
Zarathustra 3. After some chapters of fear and indecision, the evocation of the great thought.
Conclusion: I have the hammer!— Bliss!
And if the vermin disgusts you, so that you climb a step faster because of it—then it shall rightly exist!
15 [49]
the cold egoism—exploiting the weak: why does it go against feeling?
the same person is felt differently by our various drives
15 [50]
Recognize, a delusion.
Even the laws of nature are only long habits.
Assuming that one has a strong will, a skeptical philosophy is the best way to bring his will to action as well as possible.
All express trains!
the rich dressed too warmly
Morality of the weak as mimicry—wanting to "take in."
15 [51]
the means not to want solely for the sake of the purpose!
Conscience is the feeling in which the hierarchy of our drives comes to consciousness.
15 [52]
Unconscious Memory
Comfort (as the most enduring happiness of the ancient philosophers)
Against all Metaphysics, Skepticism suffices
15 [53]
To place all bliss in skepticism (doubt about pessimism)
15 [54]
(cap) the Un-Comfortable as a principle of life (A virtue!)
15 [55]
Limitation of the moral perspective—every individual participates in the entire cosmic being—whether we know it or not—whether we want it or not!
15 [56]
(cap) Melting and Remelting Process of the Pious Priest.
15 [57]
(cap) the herald's-call to the individuals (and their ideals)
15 [58]
Law for Legislators
From Praying we must become Blessing!
15 [59]
the power-hungry
the
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Hartmann V Schr
Ranke Popes
Wellhausen
V dGoltz
Dreher
Moldenhauer
Zinzendorf
Bentham-Benecke
The Buddhism by Kern
Leipzig Otto Schulze